Diebe graben 15m-Tunnel, scheitern aber am Pfandhaus-Tresor

23. Januar 2012 – Ein Alarm rettete ein Pfandleihhaus in Cebu City vor Dieben, die nach Angaben der Polizei, wahrscheinlich fast zwei Wochen mit dem Graben eines Tunnels in das Geschäft, zubrachten. „Sie versteckten sich und gruben unentdeckt unter der Erde, wie Ratten.“ sagte Inspektor Bonifacio Garciano, Leiter der Untersuchung von der Cebu City Police Office.

Es war das erste Mal, dass Diebe einen unterirdischen Tunnel zu ihrem Ziel in Cebu City gruben, sagte er. Aber von der Methode wurde bereits in Metro Manila berichtet und eine Bande beschuldigt, die für den Umgang mit Autogenschneidbrennern bei ihren Raubüberfällen bekannt ist.

Die Methode wird in Polizei-Kreisen als „daga-daga“ genannt, nach dem Wort in Tagalog für „Ratte“. Ein Alarm-System, das mit der Polizei verbunden ist, vereitelte den Einbruchsversuch in den ‚Gemmary Pawnshop‘ und Schmuckhandelsgeschäft, sodass die Täter ohne Beute fliehen mussten. Sie mussten sogar ihre Ausrüstung zurücklassen.

Garciano sagte die Polizei sucht nach drei bis fünf Verdächtigen, die hinter dem Einbruchsversuch vom Sonntag stehen. Der abgebrochene Einbruch wurde um 9 Uhr entdeckt, als eine angeschlossene Alarmanlage auf die Polizei-Hotline 166, einen Alarm auslöste.

Die Polizei entdeckte ein 1-Meter großes Loch, in einem zweigeschossigen Geschäftshaus, das jemand für drei Monate gemietet hatte. Der 15-Meter lange unterirdische Tunnel führte zu ‚Angels Sportswear‘, einem Bekleidungsgeschäft, das direkt neben dem Pfandhaus liegt.

Die Einbrecher gruben nach oben, um in den Innenraum der Boutique zu gelangen und bohrten dann ein Loch in die Wand, um in die Pfandleihe zu kommen. Zum Glück für seine Kunden, war der Tresor des Pfandhauses doppelt gesichert, so dass es für die Einbrecher zu schwer war, ihn zu öffnen.

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Als die Polizei am Tatort ankam, fand sie Bolzenschneider, einen Acetylen-Minitank mit komplettem Zubehör, Stemmeisen, einen Schraubenschlüssel, Blechschere, eine Handbohrmaschine und anderes Werkzeug.

Die Polizei fahndet jetzt nach einem gewissen Johnny Lo aus Toledo City, der angeblich das Gebäude am 6. Januar von der Besitzerin Aurora Gotingco mietete. Er sprach mit einem Ilonggo Akzent. Er erzählte ihr, er plane, das Gebäude in ein Massage-Center auszubauen.

Gotingco beschrieb den Mann als untersetzt, dunkel und zwischen 40 und 50 Jahre alt. Sie sagte Lo sah von Anfang an verdächtig aus. „Er hat nicht einmal die korrekte Schreibweise von Toledo gekannt.“ sagte Gotingco. Aber nachdem er einen Ausweis und einen kommunalen Steuerbescheid vorzeigte, einigten sie sich auf einen 3-Monats Vertrag für Lo. Lo bezahlte zwei Monatsmieten, also 30.000 Pesos im voraus.

Die Polizei sah am Sonntag keine Spur mehr von ihm, fand aber im Inneren des Gebäudes viele Säcke mit Sand und Erde innerhalb des Lagerbereiches – anscheinend das Material, das die Einbrecher bei ihrem Tunnelbau ausgruben. Mehrere Kunststoff-Flaschen mit destilliertem Wasser wurden ebenfalls in dem Loch gefunden.

Violeta Logronio, eine Cousine des Eigentümers des Bekleidungsgeschäfts sagte, sie schlossen den Laden um 23 Uhr am vergangenen Samstag. Logronio, die über der Boutique lebt, sagte, sie habe keinen Ton gehört, bis 1 Uhr morgens.

Der Eigentümer des Pfandhauses, der aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt werden möchte, sagte, sie bauten ihren Tresor Acetylen-sicher. „Ich versichere meine Kunden, dass ihre Habseligkeiten und Geld sicher sind. Sie müssen sich keine Sorgen machen.“ sagte er.

Er sagte, er wird denjenigen eine Belohnung zahlen, die den Aufenthaltsort der Möchtegern-Einbrecher nennen können und forderte ebenfalls Bürgermeister Michael Rama dazu auf, das Problem der Einbrüche zu lösen. Das Pfandhaus, eine von 60 Filialen landesweit, wurde vor zwei Jahren eröffnet.

Garciano von der Polizei meinte, die Einbrecher verbrachten zwei Wochen mit dem Graben des Tunnels. Er sagte weiter, der Versuch war gut geplant. Man werde jetzt mit den Geschäften, welche die gefundenen Werkzeuge verkauften zusammen arbeiten, um die Schuldigen gegebenenfalls zu identifizieren.

Er habe schon seit langem die 11 Polizei-Kommandeure ermahnt, in der Stadt aufmerksam zu sein, besonders wenn sie neue Gesichter in ihrer Nachbarschaft bemerkten. Während diese Tunnel grabenden Einbrecher scheiterten, hatten andere Einbrecher an einer anderer Stelle in der Stadt Erfolg.

So verschwanden unidentifizierte Personen mit Wertsachen in der Maria Theresa Village im Barangay Guadalupe. Erste Schätzungen sprechen von Wertsachen im Gesamtwert von 300.000 Pesos, die gestohlen wurden, während die Familie von Alex Gavida (71) schlief. Der Einbruch wurde um 16:15 Uhr entdeckt.

Laut Polizei wurden unter anderem, zwei iPhone Handys im Wert von 80.000 Pesos gestohlen, eine goldene Halskette im Wert von 80.000 Pesos und eine Armbanduhr im Wert von 3.000 Pesos. Der Verdächtige kam durch eine Glasschiebetür und nahm die Gegenstände, die unter anderem auf einem Tisch in der zweiten Etage platziert waren.


Quelle: http://www.sunstar.com.ph/cebu/local-news/2012/01/23/thieves-dig-tunnel-cebu-pawnshop-202068