Debatte um Walhai-Fütterung in den Philippinen

9. Jan. 2012 – Um Futter bettelnde Walhaie haben in den Philippinen eine Debatte darüber ausgelöst, ob das Füttern der Riesenfische, letztendlich den Tieren schade. Während der Bürgermeister der Küstenstadt Oslob darauf bestand, dass die Fütterung den Walhaien nicht schadet und gut für den Tourismus sei, haben Umweltschützer den Stopp der Fütterung gefordert.

Die Fischer in Oslob auf der zentralen Ferieninsel Cebu, füttern die Walhaie mit Baby Garnelen seit den 80er Jahren und erreichen mit dieser Fütterung, dass die Tiere an die Oberfläche des Wassers kommen, zur Unterhaltung der Touristen.

„Dies wird nun schon eine lange Zeit so praktiziert. Wenn die Touristen kommen, wollen sie die Walhaie sehen. Also, wenn die Bootsleute diese Baby Garnelen verteilen, dann erscheinen die Walhaie an der Oberfläche.“ sagte der Bürgermeister von Oslob, Ronald Guaren.

Allerdings sagte Edmundo Arregadas, Regionalleiter der ‚Coastal Marine Management Division‘, er habe dem Bürgermeister von der Fortsetzung der Fütterung der Walhaie, dem weltweit größten Fisch, abgeraten. „Wir sagten ihnen, dies könnte einen negativen Einfluss auf die natürliche Lebensweise der Walhaie haben.“ Durch die Fütterung der Walhaie, könnten die riesigen Fische abhängig von den „Almosen“ der Menschen werden, warnte er.

„Sie füttern sie, damit sie mehr Touristen bekommen. Aber die Walhaie gewöhnen sich an die Fütterung.“ In Erwartung von Futter, könnten Walhaie beim Erscheinen von anderen Booten auftauchen und eine Kollision mit ihnen riskieren. Darüber hinaus könnten sie anfälliger für Wilderer werden, die sie fangen und töten, sagte Arregadas.

Auswandern - Den Kulturschock überwinden

Doch Bürgermeister Guaren sagte, dass auch nach Jahren der Fütterung, keine Walhaie tot aufgefunden wurden und bestand darauf, dass die Tiere nicht abhängig von der Fütterung seien und Nahrung noch auf eigene Faust finden könnten. „Wenn das schädlich wäre, würden die Walhaie nicht in den Gewässern von Oslob bleiben.“ sagte er.

Guaren sagte weiter, dass die lokale Regierung die Fütterung reguliert habe, so dass nur eine kleine Zahl von Schiffern die Walhaie in einem bestimmten Bereich und nur morgens füttern dürften. Touristen sind auch von der Fütterung oder Schwimmen mit den Walhaien ausgeschlossen und die Bootsleute müssen Ruderboote benutzen und auf Distanz bleiben, um mit ihren Propellern die Fische nicht zu verletzen oder zu kollidieren, sagte Guaren.

Arregadas sagte, er habe den Menschen in Oslob geraten, die viele Touristen am Strand anlockten, nicht die Walhaien zu füttern. Aber er könne ihnen das nicht vorschreiben. „Ich hoffe, sie werden das verstehen. Wir sind nicht in der Lage, Sanktionen gegen lokale Regierungsbeamte zu ergreifen.“ sagte er.

Walhaie werden etwa 12 Meter groß, sind aber für den Menschen ungefährlich und ernähren sich von kleinen Meerestieren. Sie sind als „bedrohte“ Art von der ‚International Union for the Conservation of Nature‘ (IUCN) klassifiziert. Die Philippinen haben den Fang und die Tötung von Walhaien verboten. In einigen Städten sind sie eine beliebte Touristenattraktion geworden.

DKB-Partnerprogramm

Quelle: http://www.abs-cbnnews.com/nation/regions/01/07/12/begging-whale-sharks-stir-debate-philippines