Sendong: mindestens 180 Tote, 400 Vermisste

17. Dezember 2011 – Der Tropische Sturm Sendong (internationaler Name: Washi) wütete über Mindanao, löste in weiten Gebieten Überschwemmungen und Schlammfluten aus, die mindestens 180 Menschen töteten und fast 400 Vermisste hinterlassen.

20.000 Soldaten halfen in einer riesigen Rettungs- und Hilfsaktion in den Katastrophengebieten an der Nordküste Mindanaos, wo die großen Hafenstädte Cagayan de Oro City und Iligan City am stärksten betroffen waren.

Laut dem Bürgermeister Iligans, Lawrence Cruz, waren bis zu einem Viertel der Fläche der 100.000 Einwohner Stadt überschwemmt. „Es ist die schlimmste Flut in der Geschichte unserer Stadt. Es geschah so schnell, zu einer Zeit, als die Menschen fest schliefen.“

Ein Militärsprecher meinte, 97 Leichen wurden in Cagayan de Oro geborgen, weitere 75 Leichen wurden in Iligan gefunden. In Iligan werden weitere 250 Menschen vermisst und in Cagayan de Oro 125 Menschen. CDO hat insgesamt rund eine halbe Million Einwohner.

Drei Menschen ertranken in der Stadt Polanco und fünf wurden bei einem Erdrutsch in den Bergen nahe der Stadt Monkayo getötet, laut ‚National Disaster Risk Reduction and Management Council‘ (NDRRMC). Das NDRRMC vermutet, dass die Anwohner die Bedrohung durch den aufziehenden Sturm unterschätzten, da die Region außerhalb des Taifungürtels des Landes liegt.

In Cagayan de Oro City, wo die Fluten in den frühen Morgenstunden des Samstags mehr als einen Meter hoch stiegen, wurden laut Militär 95 Menschen getötet. Cagayan de Oro lag innerhalb des Zentrums des Sturms.

Laut NDRRMC waren die am stärksten von der Überschwemmung betroffenen Orte in Cagayan de Oro, die Barangays von Consolacion, Macasandig, Tablon, Lapasan, Agusan, Cugman, Ipunan, Pagatpat, Kauswagan, Macanhan, Carmen und Balulang.

In Zamboanga del Norte starben drei Personen in den Fluten in Dapitan und Polanco.

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Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/112849/sendong-toll-hits-143