Sendong: 957 Tote; Massengräber diskutiert

20. Dezember 2011 – Die Zahl der Todesopfer durch Tropensturm Sendong (internationaler Name: Washi) stieg auf 957, besagen die Daten aus dem nationalen Katastrophenrat.

Das ‚National Disaster Risk Reduction and Management Council‘ (NDRRMC) zieht in seinem 6 Uhr Bericht folgende Zwischenbilanz: 957 sind tot, 1.582 wurden verletzt und 49 andere gelten noch als vermisst.

NDRRMC Geschäftsführer Benito Ramos sagte, die Zahl der Todesopfer stieg nachdem in Cagayan de Oro weitere Leichen geborgen wurden.

Cagayan de Oro City mit 25 Barangays und Iligan City mit 21 Barangays waren die am stärksten betroffenen Gebiete des Sturms.

Wassermangel

Die Einwohner von Cagayan de Oro City, über das der Ausnahmezustand verhängt wurde, haben noch mehr Probleme als die zertrümmerten Häuser, die Leichen und die vermissten Angehörigen zu bewältigen: nämlich Wassermangel.

Große Einrichtungen der Wasserversorgung des ‚Cagayan de Oro Water Districts‘ (COWD) wurden von der Sturzflut, die Sendong brachte, beschädigt. Das COWD liefert 50 Prozent des Wasserbedarfs der Stadt.

Weitere 30 Prozent des Wassers der Stadt, wird in Massen-Lieferungen zur Verfügung gestellt, aber diese wurde eingestellt. Alles in allem hat die Stadt 80 Prozent ihrer Trinkwasserversorgung verloren.

Auswandern - Den Kulturschock überwinden

Hydranten werden im Moment genutzt, jedoch werden die nicht lange halten. Wasser in Flaschen, die die Läden verkaufen, gehen ebenfalls zur Neige.

Der Spendenaufruf an diejenigen, welche Hilfsgüter bringen wollen, lautet deshalb: Trinkwasser hat höchste Priorität.

Die COWD sagte, es dauere mindestens einen Monat, die Zerstörungen zu reparieren.

Die Flagge am Cagayan de Oro City Rathaus ist auf Halbmast gehisst, aus Trauer über diejenigen, die in dem Unglück starben.

Massengrab

Unterdessen sagte der Bürgermeister von Iligan, Lawrence Cruz am Montag, dass er ein Massengrab wegen gesundheitlicher Bedenken vorschlug. Abgesehen von den verwesenden Leichen, liegen Tierkadaver im Schlamm verstreut.

Dem vorgeschlagenen Massengrab steht das Gesundheitsministerium kritisch entgegen und meinte herrenlose Leichen stellten kein Gesundheitsrisiko dar.

Krankheiten, die häufig in Verbindung mit verwesenden Leichen entstehen, sind: Hepatitis A, B und C, Salmonellen, Cholera und Rotavirus-Diarrhoe.

Die Behörde empfiehlt keine Massengräber für herrenlose Leichen, da es derzeit keine Gesundheitsgefährdung gebe. Weiter hieß es aus dem Ministerium, dass Einzelgräber besser seien, da die Angehörigen somit ihre Trauer leichter bewältigen könnten.

Lokale Beamte sahen sich jedoch gezwungen, Massengräber vorzuschlagen, nachdem Bestattungsunternehmen die große Anzahl der Toten nicht zeitgerecht versorgen konnten.

dkb.de

Quelle: http://www.sunstar.com.ph/cagayan-de-oro/local-news/2011/12/20/sendong-death-toll-now-957-196703