China lehnt philippinische ‚Gnaden-Mission‘ ab

4. Dez. 2011 – China hat einen Besuch des philippinischen Vizepräsidenten abgelehnt, der um Gnade für einen Filipino in der Todeszelle bitten wollte und sagte die Hinrichtung des Mannes werde nicht verzögert, laut Aussage des philippinischen Außenministeriums.

Der 35-Jährige Filipino wird voraussichtlich am 8. Dezember hingerichtet werden, nachdem er im Jahr 2008 auf einem Flughafen mit ca. 1,5 kg Heroin erwischt wurde, die Drogen aus Malaysia kommend nach China zu schmuggeln.

„Wir wurden auch darüber informiert, dass die chinesische Seite nicht in der Lage ist, einen Besuch des Vizepräsidenten Jejomar Binay in China zu diesem Zeitpunkt zu vereinbaren. Wir respektieren das chinesische Gesetz und das Urteil des Obersten Volksgerichtshofes.“ sagte das Außenministerium in seiner Aussage.

„Wir hoffen immer noch, dass es Vizepräsident Binay von den chinesischen Behörden gestattet wird, nach Peking zu gehen und den Brief mit dem Appell des Präsidenten Aquino, persönlich zu überreichen.“ ergänzte es.

In einer gesonderten Erklärung, sagte Binay „Ich bleibe optimistisch. Ich denke, dass Peking seine Tore für meinen Besuch nicht ganz geschlossen hat, sodass ich persönlich den Appell von Präsident Aquino übergeben kann.“

Die Philippinen hatten Anfang dieser Woche gesagt, dass sie Binay nach China schicken wollen, damit das Todesurteil des Mannes in eine lebenslange Haft umgewandelt wird.

Binay ging im Februar bereits mit der selben Mission nach China, drei philippinische Drogenkuriere aus der Todeszelle zu retten und erreichte eine vorübergehende Aussetzung der Hinrichtung, die aber Peking einen Monat später dennoch ausführte.

Dies löste eine allgemeine Verurteilung in den katholischen Philippinen aus, wo die Todesstrafe seit dem Jahr 2006 abgeschafft wurde.

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Quelle: http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5ieHGOCrhywXy86gkNS9IKrsy1Ybg?docId=CNG.87ce48a60c54488621b495fd68e4dbf8.341