Kontrovers: Rauchverbot

Seit Einführung des Rauchverbots in Manila, streiten sich die Befürworter mit den Gegnern des öffentlichen Rauchverbots. Die eine Seite macht die gesundheitlichen Aspekte geltend, die andere Seite scheint sich an juristische Haarspaltereien zu klammern. Fakt ist derzeit eine einstweilige Verfügung, die den Behörden bis zur endgültigen Klärung die Verhängung von Bußgeldern untersagt.

Ungeachtet dessen, wollen andere Kommunen auch Manilas Beispiel folgen und öffentliche Rauchverbote verhängen. Während man in Ländern mit einem staatlich finanzierten Gesundheitssystem die Argumentation noch nachvollziehen kann, entfällt dieser Aspekt auf den Philippinen völlig. Es scheint nur als eine zusätzliche Einnahmequelle zu dienen.

Was ist das nun: Abzockerei, Sorge um die Gesundheit der (Passiv-)Raucher, Druck aus dem Ausland oder ein Schnellkurs in Sachen versäumter Bildung? Wem nutzt das Rauchverbot wirklich?

Auswandern - Den Kulturschock überwinden

Stevaro

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Wer das Leben schiebt, dem enteilt es. (Seneca)

 
Die ewige Diskussion der Raucher, die sich bevormundet fühlen, nervt. Ebenso nervig sind militante Nichtraucher! Dies vorab.

Zum Thema: Die Philippinen schießen den Vogel gleich ganz ab mit ihrer lachhaften Argumentation um die Sorge über die Gesundheit des Volkes. Man hat kein Problem damit, Patienten, welche das Krankenhaus nicht bezahlen können, zum Sterben vor die Tür zu schicken. Man hat auch kein Problem damit, dass scheinbar jeder Mann bewaffnet ist und diese Waffen oft eingesetzt werden, in einer nicht gerade gesundheitsförderlichen Art und Weise. Man hat auch kein Problem damit, um abends die Moskitos zu verjagen, Qualm und Rauch zu erzeugen, der erheblich gesundheitsschädlich ist. Man hat auch kein Problem damit, durch Umweltverschmutzung und Industrieabgase seine Einwohner ins Nirvana zu treiben. Aber die Raucher, diese Bösen …

Das ist scheinheilig, das ist doppelte Moral! Es geht den meisten Befürwortern des Rauchverbots nicht um die Gesundheit. Denn wenn sich diese Sorgen um die Gesundheit machen würden, hätten sie genügend Betätigungsfelder. Es geht wie bei fast allem, nur ums Geld – um Einnahmen. Und das nicht nur auf den Philippinen.

In der Privatwirtschaft sieht das ganz anders aus: Lebensversicherer verlangen aufgrund erhobener Gesundheitsrisiken einen beachtlichen Aufschlag, wie z.T. auch Berufsunfähigkeitsversicherungen und private Krankenversicherungen. Das ist keine Bevormundung sondern eine faire Maßnahme für alle. Aber davon sind die Philippinen weit entfernt.

Deshalb ihr lieben Raucher: wenn ihr nicht bevormundet werden wollt, dann seid bitte so fair, den Nichtrauchern gegenüber soviel Toleranz zu zeigen, wie ihr Euch von denen wünscht. Und ihr Nichtraucher: stört Euch wirklich immer nur der Geruch oder ist das eine Eigenart die hier zum Ausdruck kommt … ? Ein tolerantes Miteinander stellt sich für mich anders dar.

Übrigens: mit wem ich Umgang pflege, lasse ich mir nicht vorschreiben. Das Thema Rauchen spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

GC

 
 

 
 
Rauchverbot in Manila, das hört sich für Nichtraucher schon mal gut an. Und es nützt auf jeden Fall, aber nur einer Seite. Der Gewinner ist in diesem Fall der Staat, denn er profitiert von dem Rauchverbot, weil es Geld in die Kassen spült. (Wie es zuletzt auch die Geschwindigkeitsübertretungen getan haben.)

Auf der andren Seite ist ein Nicht-Verbot der Glimmstengel auch gut, aber für die Tabak Lobby, die auf diese Art ihr Geld verdient. In beiden Fällen ist der der Konsument erst mal derjenige, der zahlt. Aber ist er auch der wirkliche Nutznießer? Das bleibt zu bezweifeln.

Das Kasse machen, wird wohl im Vordergrund stehen. Die Philippinen sind chronisch unterfinanziert, da sind alle Mittel recht, auch die mit den fadenscheinigsten Begründungen. Es ist ja nicht anders als in Deutschland. Aber der Unterschied ist, das wir hier ein Gesundheitssystem haben, was Raucher wie Nichtraucher finanzieren, dort existiert so etwas nicht.

Die wirklich armen Leute werden davon nichts haben. Und ob es wirklich so umgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt. Ob dann letztendlich jeder zahlen muss, der Reiche wie der Arme, der erwischt wird, entzieht sich meiner Kenntnis, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

DKB-Partnerprogramm

Ludwig

 
 

 
 
Um es mal vorwegzunehmen: Ich gehöre zu den Gegnern von Rauchverboten; auch partiellen wie in Gaststätten, Discos & Bars! Und obwohl ich seit 1969 absolut nikotinfrei bin – nach 5 Jahren exzessiven Rauchens – mag ich es nicht einmal, wenn meine Gäste sich auf den Balkon, die Terrasse verkrümeln wollen, um zu rauchen – für mich stellt das dann eine erhebliche Störung von Gemeinsamkeit, Kommunikationsfluss ja „Gemütlichkeit“ dar – auch wenn meine Wohnung hinterher dann 3 Tage stinkt!

Die Argumente der Kritiker, vor allem in Richtung gesundheitlicher Beeinträchtigung, Vermehrung des Krebsrisikos verstehe ich, erlebe aber immer wieder, das andere Risiken nicht so militant bekämpft werden wie gerade das Rauchen.

In Städten wie Manila oder Cebu City, das Rauchen im öffentliche Raum, also auf der Straße, in Parks etc. aus gesundheitlichen Gründen oder wegen der Rauchbelästigung verbieten zu wollen, ist doch schlicht und ergreifend ein Witz: Ab 17 Uhr erhöht sich der Rauchanteil in Cebu Citys Luft um ein Vielfaches durch die traditionellen Verbrennungen von Müll aller Art, wie ich während meiner ersten drei Monate Wohnens dort leidvoll erfahren durfte; dieser Rauch mischt sich dann mit den reichlich vorhandenen Abgasen, da die Abgasüberprüfungen offensichtlich, leicht riechbar, auch nicht den Vorschriften entsprechend funktionieren – da nun ausgerechnet den Tabakqualm zu bannen ist lächerlich; und gesundheitlich aufklärerisch wirkt das allemal nicht!

Fazit: Hier scheint es sich tatsächlich um eine neue „Gelddruckmaschine“ oder „politischen Aktionismus“ zu handeln und mehr nicht!