Journalist in Cagayan de Oro schwer verwundet

25. November 2011 – Ein Radio-Kommentator wurde angeschossen und schwer verletzt in Cagayan de Oro City, teilte die Polizei am Freitag mit. Der jüngste Angriff in einem der weltweit gefährlichsten Länder für Journalisten.

James Licuanan geriet am Donnerstag in einen Hinterhalt, als er mit dem Motorrad von seiner Abend-Talkshow bei einem Radiosender in Cagayan de Oro City nach Hause fuhr, sagte Polizeichef Superintendent Gerardo Rosales gegenüber der Presse.

Er wurde von einer einzigen Kugel in sein Hinterteil getroffen, die von dort aus bis zum Magen ging. Er wurde in ein örtliches Krankenhaus gebracht, wo er am Freitag noch ohne Bewusstsein war, ergänzte Rosales.

Die Kollegen von Licuanan, die nicht genannt werden wollen, sagten, er habe vor zwei Wochen anonyme Morddrohungen per Telefon erhalten, für seine Reden gegen den illegalen Drogenhandel und andere Formen der Korruption in der Stadt.

Rosales sagte, die Polizei untersucht, ob die Attacke einen arbeitsbezogenen Hintergrund hatte.

Medien und Menschenrechtsgruppen sagen, die Philippinen seien einer der weltweit gefährlichsten Orte für Journalisten, wo allein in diesem Jahr sechs Medienschaffende getötet wurden.

Insgesamt wurden 147 Journalisten seit 1986 in dem Land getötet, laut der ‚National Union of Journalists of the Philippines‘.

Das tödlichste Jahr für die Journalisten des Landes war das Jahr 2009, als 32 Medienschaffende unter 57 Personen in Maguindanao ermordet wurden, angeblich von Mitgliedern des mächtigen Ampatuan-Clans, der einen politischen Herausforderer eliminieren wollte.

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Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/100297/journalist-wounded-in-cagayan-de-oro-city-shooting