Greenpeace entsetzt über philippinische Kampagne

14. November 2011 – Greenpeace International hat die Kampagne der Regierung, einen Bereich des westlichen Pazifiks zum kommerziellen Thunfischfang zu öffnen, scharf angegriffen. Die Organisation sagte, dies sei eine „kontraproduktive“ Maßnahme, da die Gewässer am Rande der Überfischung des Thunfischs seien.

„Der Vorschlag, die Hochsee-Becken zu öffnen ist ein kurzsichtiger, der nur dem Kompromiss dient, zwischen dem Ruf des philippinischen Thunfischs weltweit und jahrelangen Bemühungen den Thunfischbestand für den langfristigen Nutzen der philippinischen Fischerei aufzubauen, Arbeitsplätze und Ernährungssicherheit zu erhalten.“ sagte Sari Tolvanen, Ozean-Aktivist von Greenpeace.

Tolvanen war letzte Woche in Manila, um philippinische Beamte von ihrem Vorschlag Becken 1 des westlichen Pazifischen Ozean zu öffnen, abzubringen, vor dem Treffen der ‚Western and Central Pacific Fisheries Commission‘ (WCPFC) nächsten Monat.

Mark Dia, der Repräsentant von Greenpeace für die Philippinen sagte, die Aufhebung des Fangverbots durch die Philippinen sei kontraproduktiv, da dies die Fischbestände weiter reduziere.

Tolvanen bemerkte, dass die durchschnittliche Größe des Thunfischs der im westlichen Pazifik gefangen würde, über die Jahre stetig zurückgegangen sei.

Dia forderte die Regierung auf, bilaterale Handelsbeziehungen mit den pazifischen Inselstaaten zu schaffen, um der philippinischen Fangflotte in ihren Gewässern das Fischen zu erlauben. „Sie sollten sich mit den pazifischen Inselstaaten zusammen setzen, um eine regionale Bewirtschaftung der Meeresgebiete zu erarbeiten.“ sagte er.

Die Philippinen haben angekündigt, dass sie ein Abkommen mit Palau machten. Im Gegenzug für den Zugang zu deren fischreichen Gewässern, würden die Philippinen Palau landwirtschaftliche Produkte zu Vorzugspreisen verkaufen.

Die Philippinen sind eines der weltweit führenden Thunfisch Nationen, nach Japan und Südkorea. Im Januar 2010 verhängte die WCPFC ein Fangverbot auf hoher See, damit die Großaugen-Thunfische und Gelbflossen-Thunfische, ungehindert laichen könnten. Nach Ansicht der Wissenschaftler sind beide Arten von der Überfischung gefährdet.

Das Verbot der Thunfisch-Fischerei im Pazifik, hat eine Konjunkturabschwächung in den Konservenfabriken Mindanaos verursacht. Tunfisch ist eines der Hauptexportprodukte der Philippinen, mit Märkten in den Vereinigten Staaten und Europa.

Veröffentlichte aktuelle Daten durch das ‚Bureau of Agricultural Statistics‘ (BAS) zeigten, dass die Thunfisch Produktion seit 2008 rückläufig sei.

Laut BAS, sei der Fang des Großaugenthuns drastisch in den letzten Jahren zurückgegangen. Im Jahr 2008 lag die Produktion bei 35.140 Tonnen. Im Jahr 2010 ging sie auf 11.645 Tonnen zurück. Die Gelbflossenthun Produktion ging auf 147.274 Tonnen im Jahr 2010 von 168.410 Tonnen im Jahr 2008 zurück.

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Quelle: http://globalnation.inquirer.net/17959/greenpeace-international-backs-fishing-ban