Taifune hinterlassen 55 Tote, Filipinos auf Dächern gefangen

2. Oktober 2011 – Die beiden „Rücken an Rücken“ Taifune hinterließen mindestens 55 Tote. Retter kletterten am Sonntag auf Dächer, um Hunderte Bewohner, die seit vier Tagen von den Überschwemmungen im Norden der Philippinen eingeschlossen sind, mit Nahrung und Wasser zu versorgen.

Typhoon Quiel peitschte im Nordosten der Provinz Isabela am Samstag ins Land, dann über den gebirgigen Norden der Insel Luzon und die landwirtschaftlichen Ebenen, die noch immer aufgeweicht sind vom heftigen Regen und vom entfesselten Wind, der nur wenige Tage zuvor über das Land donnerte. Quiel hinterlässt mindestens drei getötete Menschen am Samstag, während Typhoon Pedring 52 Menschen getötet hat, in der gleichen Region bevor er am Freitag das Land verließ.

Quiel wirbelte 200 Kilometer über das Südchinesische Meer vom Nordosten des Landes in Richtung Süd-China am frühen Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde und Böen von bis zu 160 km, nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde.

Seine wilden Winde lösten einen Felssturz in der nördlichen Provinz Bontoc am Samstag aus, was Felsbrocken einen Berghang hinunter rollen ließ und auf einen vorbeifahrenden Lieferwagen stürzten, wo sie einen Passagier erschlugen und ein anderer verletzt wurde, teilte die Polizei mit.

In der Stadt Camiling (Provinz Nord Tarlac), suchte ein Onkel eine sichere Stelle mit seinen beiden jungen Neffen, da die Überschwemmungen in ihrem Dorf am Samstag stiegen. Aber eines der Kinder wurde vom tobenden Wasser mitgerissen und ertrank, während sein Onkel und sein Bruder vermisst blieben. Ein betrunkener Mann ist in dem Hochwasser in einem nahe gelegenen Dorf ertrunken, sagte Marvin Guiang vom Provinz-Katastrophenteam.

Quiel rauschte einen ähnlichen Weg über die Gebiete Luzons wie der Typhoon Pedring, der Tausende auf den Dächern gefangen hielt und schickte riesige Wellen, die einen Meeresdamm in der Bucht von Manila brachen. Pedring schlug auch auf den Süden Chinas ein und wurden zu einem tropischen Sturm herabgestuft, kurz bevor er Nord-Vietnam am Freitag Nachmittag aufwühlte, wo vor der Flut gewarnt und 20.000 Menschen evakuiert wurden.

In der Reisanbau Region der Provinz Bulacan nördlich von Manila, blieben hunderte von Einwohnern in der überfluteten Stadt Calumpit auf Dächern in vier Dörfern für den vierten Tag gefangen, viele von ihnen verzweifelt um Hilfe winkend. Retter an Bord von Schlauchbooten konnten sie nicht erreichen, wegen der engen Gassen. Zwei Hubschrauber der Luftwaffe werden am Sonntag eingesetzt werden, um Wasser und Nahrungsmittel-Pakete, den gestrandeten Dorfbewohnern zu liefern, sagten Beamte.

Calumpit Bürgermeister James de Jesus plädierte für mehr Hilfe von der nationalen Regierung.

dkb.de

„Diejenigen, die um Hilfe winken, sind diejenigen, die als erste gerettet werden müssen, weil sie ältere Menschen und Kinder bei sich haben. Wir haben ein sehr großes Problem hier … wir stehen vor einer langen Überschwemmungen.“

Benito Ramos, ein pensionierter Armeegeneral, der das Amt für Zivilschutz leitet, sagte, das Hochwasser wich in vielen Bereichen bereits zurück, aber frische Regenschauer durch Quiel können von dem gebirgigen Norden in die zentralen Provinzen von Luzon Bulacan und Pampanga fließen, die wie ein Fangbecken wirken. Einige Beamte sagten, abgelassenes Wasser aus den nahe gelegenen Staudämmen, habe die Flut noch verschlimmert.

Ramos sagte, er und viele Helfer haben seit Tagen nicht geschlafen, waren aber begeistert, die Hilfe von vielen privaten Gruppen zu sehen, aus Provinzen die von den Taifunen unberührt blieben.

„Ihre Widerstandsfähigkeit wird erprobt, aber viele Menschen lächeln noch immer und winken.“ sagte Ramos telefonisch aus Calumpit, wo er die Rettungsarbeiten überwacht.

In den letzten vier Monaten haben längere Monsun Überschwemmungen, Taifune und Stürme in ganz Südostasien, China, Japan und Südostasien, mehr als 600 Menschen tot oder vermisst hinterlassen.

Allein in Indien, ist der Schaden auf einen Wert von 1 Mrd. US$ geschätzt worden, wobei der am schlimmsten betroffene Bundesstaat Orissa einen Anteil von 726 Mio. US$ hat.

Mehrere Studien deuten auf eine Intensivierung der asiatischen Niederschläge des Sommermonsuns mit erhöhten atmosphärischen Kohlendioxid-Konzentrationen, sagte das staatliche indische ‚Institute of Tropical Meteorology‘. Dennoch ist es nicht klar, dass dies ausschließlich durch den Klimawandel verursacht wird, hieß es.

Der Schaden aus den früheren Taifunen auf den Philippinen war auf 91 Mio. US$ geschätzt worden.

Quiel war die 17. Wetter Störung in diesem Jahr, welche auf die von Katastrophen heimgesuchten Philippinen, mit etwa 20 Stürmen und Taifunen jährlich einschlug. Ein neues Tiefdruckgebiet wurde 700 Kilometer vor der Inselgruppe gesichtet und könnte sich in einen weiteren Sturm in den nächsten Tagen verstärken, sagte Meteorologe Gener Quitlong.

Quelle: http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5iVIFMA07QlOtL0yaAs_xKtaTJ97g?docId=bbd00df0482f4eae86bdb7f21925c2b4