100 Verdächtige des Maguindanao-Massakers noch auf freiem Fuß

24. Oktober 2011 – Fast zwei Jahre nach dem Massaker am 23. November 2009 an 57 Menschen in Maguindanao, sind noch immer insgesamt 100 Beschuldigte auf freiem Fuß, darunter neun Mitarbeiter der Philippine National Police (PNP) gegen die auch kein Gerichtsverfahren eingeleitet wurde.

Von den 100 seien 9 Polizisten, 4 Soldaten, 18 Mitglieder des Ampatuan-Clans und 69 Mitglieder der zivilen Freiwilligen-Organisation (CVO), die als private Armee der Ampatuans agierte. Quellen besagten, einige der Flüchtigen seien anderen kriminellen Gruppen in die Berge gefolgt, um einer Verhaftung zu entgehen. Die Behörden gelobten ein Suchen ohne Unterlass, um die anderen Beschuldigten des Massakers zu verhaften.

Medien Gewerkschaften im ganzen Land erinnern ab heute einen Monat lang, an den zweiten Jahrestag des Massakers von Maguindanao. Zu diesen Gruppen gehören die ‚National Union of Journalists of the Philippines‘ (NUJP), das ‚Philippine Press Institute‘, die ‚Kapisanan ng mga Brodkaster ng Pilipinas‘, das ‚Center for Media Freedom and Responsibility‘ (CMFR) und das ‚Philippine Center for Investigative Journalism‘ (PCIJ).

NUJP sagte, mehrere Aktivitäten seien für das Gedenken geplant, beginnend mit einer Social-Media-Kampagne „Countdown zur Beendigung der Straflosigkeit“ (Countdown to End Impunity). Ein Film, genannt „Roadshow zur Beendigung der Straflosigkeit“ wird mehrere Dokumentarfilme (produziert von der PCIJ) in Schulen zwischen dem 15. bis 21. November zeigen.

Am 15. November werden Mediengewerkschaften einen Dialog mit den betroffenen Behörden halten, um sie zu bitten, ihre Anti-Straflosigkeits Kampagne zu unterstützen.

Obwohl die Aquino-Regierung mit den Familien der Opfer sympathisiert, sagte Malacañang gestern, dass sie nur so viel versuchen könnten, den Prozess wegen des Massakers zu beschleunigen. „Wir erkennen die Tatsache an, dass der Fall im Prozess ist und nicht etwas ist, was unter die Zuständigkeit der Exekutive (Ministerien) fällt.“ sagte die stellvertretende Sprecherin des Präsidenten, Abigail Valte. Sie sagte, alles was die Exekutive tun kann ist, bei den Staatsanwälten darauf hinzuweisen, dass der Prozess nicht verzögert wird.

DKB-Partnerprogramm

Quelle: http://www.philstar.com/Article.aspx?articleId=740673&publicationSubCategoryId=63