WikiLeaks über außergerichtliche Tötungen in Cebu

31. August 2011 – Cebu Citys „Vigilante Killings“ von mutmaßlichen Ganoven, ist den Beamten der Vereinigten Staaten nicht entgangen.

Eine Quelle der US-Botschaft veröffentlichte vor kurzem unter der Website von WikiLeaks, dass im Jahr 2005, der US-Botschafter auf den Philippinen darüber berichtet, dass Cebus Regierungsvertreter und die Öffentlichkeit die Tötung von mutmaßlichen Straftätern unterstützten.

Der WikiLeaks Bericht, der in mehreren News-Kanälen aufgeführt wird, zitiert Auszüge aus einem freigegebenen Memorandum des ehemaligen US-Botschafters in den Philippinen, Francis Ricciardone Jr., der diesen mit dem Titel „Best Vigilante Killings in Cebu, No End in Sight“ verschickte. Die Quelle bezieht sich auf Medienberichte, dass mindestens 41 Menschen durch ‚Bürgerwehren‘ seit Dezember 2004 getötet wurden.

Es sagte, dazu kam es nachdem Cebu Citys Bürgermeister Tomas Osmeña, die Schaffung eines „Hunter-Teams“ ankündigte, einer speziellen Polizeieinheit, die Tatverdächtige aufspürt und eine Belohnung über 20.000 Pesos bot, für jeden Verbrecher der „dauerhaft deaktiviert und neutralisiert“ würde. Der Bericht des Botschafters hielt fest, dass der Bürgermeister später jede Beteiligung an Hinrichtungen bestritt, während er gleichzeitig bemerkte, dass als Folge der Bürgerwehr Tötungen, die Verbrechen in Cebu gesunken seien.

Der Bericht der US-Botschaft beobachtete unter der Überschrift „Öffentliche Unterstützung für außergerichtliche Methoden“, dass Cebu Governor Gwendolyn Garcia, der Regional Direktor der ‚Commission on Human Rights in Central Visayas‘ Alejandro Alonso und die ‚Cebu Chamber of Commerce and Industry‘ (CCCI) öffentlich ihre Unterstützung für das Hunter-Team ausdrückten, um Ruhe und Ordnung zu fördern.

dkb.de

Die Quelle sagte, die katholische Kirche, angeführt von Erzbischof Kardinal Ricardo Vidal und das ‚Cebu chapter of the Integrated Bar of the Philippines‘ verurteilten die Aktion des Bürgermeisters und die außergerichtlichen Tötungen. Im Jahr 2005 waren Cebus Zeitungen und Nachrichtensendungen voll von fast täglichen Berichten über vermutete Ganoven, die auf der Straße von unbekannten Tätern erschossen wurden, welche in der Regel zu zweit auf Motorrädern entkamen.

Der US Botschaftsbericht endete mit der Bemerkung: „Viele, vielleicht sogar eine Mehrheit der Bewohner Cebus scheinen die harte Haltung des Bürgermeisters gegen die Kriminalität zu unterstützen, vor allem dank dem Rückgang der Kriminalität. Solange lokale Beamte glauben, dass die Öffentlichkeit solche extreme Maßnahmen duldet, werden sie wahrscheinlich zumindest stillschweigend, auch weiterhin Sanktionen wie Tötungen hinnehmen, entgegen unserer wiederholten Äußerungen der Besorgnis.“

„Die zivilgesellschaftlichen Gruppen haben die außergerichtlichen Tötungen verurteilt, aber ein großer Teil der Öffentlichkeit scheint bereit, sie als ein sinnvolles Mittel zur Bekämpfung von Verbrechen zu tolerieren.“ sagte die Quelle. Die Aussage wurde am 18. April 2005 erstellt und wurde von WikiLeaks am 26. August veröffentlicht. Mehrere Quellen von WikiLeaks wurden vom State Department der USA zur Veröffentlichung freigegeben.

Osmeña, der jetzt Kongressabgeordneter des Süd Districts von Cebu City ist, bestritt gestern erneut, dass er in die Serie von Morden an mutmaßlichen Straftätern, während seiner Zeit als Bürgermeister, beteiligt war. „Diese Behauptung ist nicht wahr. Sie müssen bedenken, dass es viele meiner politischen Gegner gibt, die mich deswegen beschuldigen.“ sagte er in einem Interview.

„Alle meine Feinde steckten ihre Energie in die Schlagzeilen, dass ich hinter all dieser Morde sei. Natürlich auch die US Botschaft, die all diese Dinge dann nur noch lesen muss.“ sagte er. Der Kongressabgeordnete sagte, er sei sicher, dass die US Botschaft einfach nur die lokalen Zeitungen der Zeit zitierte.

Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/50811/2005-us-embassy-report-says-cebuanos-%E2%80%98appear-to-support%E2%80%99-vigilante-killings