Schiffs-Passagiere gerettet – Rätsel über Ursache

1. August 2011 – Anna Liza Masamot erwachte aus einem tiefen Schlaf, um sich und zahlreiche andere Passagiere des Schiffes MV Asia-Malaysia in Schlagseite taumelnd, gefährlich vorzufinden.

„Wir sinken! Ich habe meine Rettungsweste bei mir. Bitte sag mir was ich tun soll!“ schrieb sie in einer SMS in Cebuano an ihren Mann, einem Seemann namens Archilles um 4 Uhr morgens gestern. Archilles, der zur Küstenwache ging, um sich über ihren Zustand zu erkundigen, sagte sie solle nicht in Panik geraten, die nächste Rettungsinsel suchen und auf Anweisungen vom Kapitän warten.

Anna Liza war unter den 110 Passagieren und 35 Besatzungsmitgliedern, die von dem Schiff gerettet wurden, das vor der Küste von Calabasa Island bei Ajuy (Provinz Iloilo) gestern Morgen sank. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder der MV Asia-Malaysia, die der Trans-Asia Shipping Lines Inc. gehört, wurden von anderen Schiffen und Booten aufgenommen, nachdem der Schiffs-Kapitän das Schiff aufgab, bevor es sank, sagte die Küstenwache.

In einer Presseerklärung, sagte das Trans-Asia-Management, das Schiff erreichte die Insel, als starke Winde und hohe Wellen auftraten, wodurch es zu Wassereinbruch um 4 Uhr morgens kam. Das Schiff verließ Cebu um 18 Uhr am vergangenen Samstag und sollte um 8 Uhr morgens in Iloilo ankommen. Der Schiffskapitän setzte ein Notsignal ab und gab kurz vor 6 Uhr den Befehl, zur Aufgabe des Schiffes, nachdem das Schiff sich bereits um 35 Grad zur rechten Seite neigte und etwa vier Meilen vor Calabasa Island mit der Stadt Ajuy, die 87 km nordöstlich von Iloilo City liegt.

Athelo Ybañez Kommandant der West Visayas Küstenwache sagte, die Passagiere und Besatzung wurden von der MV Filipinas Cebu, betrieben durch Cokaliong Lines und MT Fil Visayas aufgenommen. Etwa 10 Besatzungsmitglieder, einschließlich des Schiffskapitäns blieben zurück, bis sie auf ein Rettungsboot konnten, Minuten bevor das Boot um 8:50 Uhr sank. Die Passagiere und Besatzungsmitglieder, die von der MV Filipinas Cebu aufgenommen wurden, kamen in Iloilo um 10:30 Uhr an.

„Wir überwachten die Situation. Der Kapitän hatte noch die Aufgabe des Schiffes zu erklären, also fragten wir die Küstenwache in Iloilo, uns zum Hafen fahren zu lassen, da alle Passagiere gerettet waren.“ sagte Kapitän Sabellano Fuderanan von der MV Filipinas Cebu. Chester Cokaliong, Inhaber der MV Filipinas Cebu sagte, die geretteten Passagiere habe man zunächst einmal etwas zu Essen gegeben.

Die von der MT Fil Visayas aufgenommenen Passagiere wurden nach Bacolod City in Negros Occidental gebracht. Die anderen von Fischerbooten geretteten Passagiere, wurden nach Ajuy Stadt gebracht.

Das Trans Asia Management sagte, die Küstenwache habe die 18 Uhr-Route der MV Asia-Malaysia am vergangenen Mittwoch frei gegeben. Es sagte auch, dass alle Passagiere und Besatzungsmitglieder beim Fort San Pedro in Iloilo City angekommen seien. Auf Nachfrage nach Schäden und der Ursache für den Untergang des Schiffes, lehnte das Management jedoch eine Stellungnahme ab.

Ein Verwandter eines Passagiers, der 33-jährige Darwin Latonio, versuchte im nächsten Trans Asia Ticketbüro sich über den Verbleib seines Schwagers Michael Tan zu erkundigen. Latonio sagte, das Ticket-Personal wies ihn an, zum Hauptsitz beim Plaza Independencia in Cebu City zu gehen, das aber geschlossen war. „Ich wusste nicht, woher ich Informationen über meinen Schwager erhalten konnte.“ sagte er.

Die Ticket-Mitarbeiter des Trans-Asia-Büros im Pier 4 in Cebu City sagten, das Wetter war gut, als das Schiff am vergangenen Samstag Abend auslief und sie erhielten keine Warnung der Küstenwache. Eine Mitarbeiterin, die anonym bleiben möchte sagte, sie wurden von ihren direkten Vorgesetzten über den Vorfall gestern früh informiert, jedoch ohne weitere Details zu erhalten.

Roland Lizor Punzalan, Kommandant der Küstenwache sagte, sie überprüften Berichte über einen Kraftstoff-Teppich, der zum Zeitpunkt des Untergangs aufgetreten sein soll. „Es gab keine Sturmwarnung des Wetterdienstes PAGASA und die MV Asia-Malaysia ist ein 2.345 Brutto-Tonnen-Schiff.“ sagte er. Punzalan weiter, Schiffe mit einem Gewicht von mindestens 1.000 Bruttoregistertonnen hatten die Erlaubnis zum Auslaufen. Die Trans-Asia Shipping Lines transportiert Güter und Passagiere in den Visayas und macht täglich fünf Fahrten.

Am 23. Dezember 1999 sank die MV Asia South Korea, betrieben von der gleichen Reederei, bei Bantayan Island nahe Cebu, als 54 Menschen starben.

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Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/34325/passengers-crew-rescued-ship-battered-by-waves-wind