Opfer aus Hongkong fordern Gerechtigkeit von Aquino

22. Aug. 2011 – Es war eine emotionale Pressekonferenz am Montagvormittag in Fort Santiago, wo Angehörige, ein Überlebender, ein Abgeordneter und ein Anwalt die Medien mit der tragischen Geiselnahme im Rizal Park konfrontierten, die zum Tod von 8 Hong Kong Touristen am 23. August 2010 führte.

Tse Chi Kin, der Bruder von Tse Masa, dem Reiseleiter, der am 23. August bei der Geiselnahme getötet wurde, weinte, als er das erschütternde Erlebnis erzählen wollte, das er hatte, als er vom Tod seines Bruders erfuhr. Er zeigte den Reportern ein Bild auf einem Tablet-Computer, das die Touristen fröhlich posierend vor dem Rizal Monument in Luneta zeigt, bevor sie von Senior Inspector Rolando Mendoza gekidnappt wurden. „Ich kann nicht glauben, dass mein Bruder weg ist.“ sagte er.

Tse Chi Hang, ein jüngerer Bruder, sprach mit Trauer und Enttäuschung von der Untätigkeit der philippinischen Regierung zur Wiederherstellung Gerechtigkeit für die Familien der Opfer. Ihre Mutter, die als Frau Tse benannt wurde, konnte mit ihrer Erklärung nicht fortfahren, da sie wegen des Verlustes ihres Sohnes weinen musste.

Lee Ying Chuen, eine Dame bei der Pressekonferenz, überlebte den Vorfall. „Wir diskutierten damals im Bus darüber, den Schützen zu überwältigen. Aber wir entschieden uns dieses nicht zu tun, weil wir den Fähigkeiten der philippinischen Regierung vertrauten, deren Rettung aber viel zu spät kam.“ beschrieb Lee ihre Enttäuschung über die philippinische Regierung, wie diese die 11-Stunden-Tortur behandelte.

Lee sagte auch, als sie zu einem Krankenwagen gebracht wurde, gab es keine Geräte oder auch nur einen einzigen Verband darin, um ihr zu helfen. Und als sie im Krankenhaus ankamen, weigerte sich das Krankenhaus sogar sie einzulassen. Stattdessen wurde ihnen empfohlen, in ein anderes Krankenhaus zu gehen. „Dies ist jetzt ein Jahr her und wir sind immer noch wütend.“ sagte Lee.

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Sie äußerte auch ihre Enttäuschung darüber, da die Regierung noch nicht einmal eine Entschuldigung angeboten habe oder zumindest einen letzten Versuch startete, mit ihnen zu sprechen. „Die einzige Chance, die wir hörten war, dass die philippinische Regierung über die Reisewarnung diskutieren wollte. Es dreht sich alles nur ums Geld.“ sagte Lee.

James To, ein Mitglied des Abgeordnetenhauses von Hongkong, nannte der Presse die vier Forderungen der Familien der Opfer. Zunächst erwarteten sie eine formelle Entschuldigung der philippinischen Regierung. Zweitens, einen Ausgleich für die Opfer und die Familien. Drittens, dass die Beamte oder Personen welche in den Vorfall verwickelt waren und falsch handelten zur Rechenschaft gezogen werden. Und viertens, verbesserte Maßnahmen zum Schutz von Touristen.

To sagte, dass sie 10 Tage bevor sie auf die Philippinen reisten, zum philippinischen Konsulat in Hong Kong gingen und nach einem Treffen mit Präsident Aquino fragten. Leider, bekamen Sie keine Antwort. „Laut dem Sprecher, lehnte Präsident Aquino es ab, sich mit uns treffen.“

Jonathan Man, ein Anwalt von 2 überlebenden Geiseln, wurde nach der Höhe der Entschädigung gefragt, die die Familien fordern würden. Mr. Man sagte, er sei nicht sicher wie das philippinische Rechtssystem damit umgehe, aber wenn es auf dem Hong Kongs basiere, dann sehe das Gesetz bestimmte Berechnungen für eine Entschädigung der Opfer vor.

Die Gruppe ging am Montag Nachmittag zum Büro von Justizministerin Leila de Lima. Laut Mr. Man werden Sie auch den Bericht des Untersuchungsausschusses ‚Incident Investigation and Review Committee‘ (IIRC) über die Geiselnahme diskutieren.

Quelle: http://www.abs-cbnnews.com/nation/08/22/11/hostage-victims-kin-seek-justice-compensation