Großbritannien warnt vor Reisen in die Philippinen

4. August 2011 – Das Vereinigte Königreich warnte am Mittwoch seine Bürger vor Reisen auf die Philippinen und sagte: „Es gibt eine hohe Bedrohung durch den Terrorismus in den Philippinen.“

Dieser Rat folgte nach der Explosion am Dienstag in Cotabato City, als eine Person getötet und zehn weitere verletzt wurden. Das Militär sagte, der Bombenanschlag war die Arbeit der in Indonesien beheimateten Terrorgruppe ‚Jemaah Islamiyah‘ (JI). Anstelle auf die Besonderheiten von Cotabato und Mindanao in ihrer Reisewarnung hinzuweisen, sagen die Briten „terroristische Gruppen planten weiterhin Angriffe und hätten die Fähigkeit und die Absicht diese jederzeit und überall im Land auszuführen.“

„Angriffe könnten wahllos geschehen, besonders auch an Orten, die von Expatriates und Reisenden aus dem Ausland besucht würden. Solche Orte sind nicht beschränkt auf: Flughäfen, Einkaufszentren und Kultstätten.“ sagte das ‚Foreign and Commonwealth Office‘ (FCO) in der Warnung. Diejenigen, welche aus wichtigem Grund nicht auf eine Reise verzichten könnten, sagte das FCO, sollten besonders vorsichtig in der Autonomen Region Muslimisches Mindanao, den Provinzen Sarangani, Nord und Süd Cotabato, Sultan Kudarat, Lanao del Norte, Zamboanga del Sur und Zamboanga Sibugay sein.

„Wir raten allen, außer den Reisen aus wichtigem Grund, den Rest Mindanaos wegen der anhaltenden terroristischen Aktivitäten zu meiden. Es gab eine Reihe von Anschlägen gegen zivile Ziele.“ hieß es. Oberstleutnant Prudencio Asto, Sprecher der 6. Infanterie-Division, stationiert in Maguindanao sagte, der Angriff wurde von JI Rekruten ausgeführt, die vor allem durch Basin Usman geschult werden. Usman, der für die meisten großen Anschläge in Mindanao der letzten Jahre verantwortlich gemacht wurde, soll in Pakistan bei einem US-Drohnen Angriff im Januar letzten Jahres, getötet worden sein.

Aber Cynthia Guiani-Sayadi, von der Stadtverwaltung Cotabato City sagte, die Explosion habe laut polizeilichen Erkenntnissen, nichts mit Terrorismus zu tun. „Das Motiv, das die Polizei hier sieht, ist persönlicher Groll und nicht Terrorismus.“ sagte sie. Jayvee Martinez, Inhaber des Waffengeschäfts, wo die Explosion stattfand, habe einen persönlichen Streit mit seinen Verwandten wegen Eigentumsfragen. Er soll Teile des Familieneigentums geraubt und verkauft haben, laut Stadtverwaltung. Sie beschrieb die neueste britische Reisewarnung als unfair.

Die Bombenexplosion ereignete am zweiten Tag des muslimischen Fastenmonats Ramadan und inmitten von Warnungen durch die Behörden zu erhöhten terroristischen Aktivitäten. Die Warnung der Behörden wurde nach der Entdeckung von sechs selbst gebastelten Bomben aus Mörsergranaten in den Städten Esperanza (Sultan Kudarat), Atu Odin Sinsuat (Maguindanao) und in Kidapawan City (Nord-Cotabato) ausgestellt.

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Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/36427/uk-warns-of-travel-to-philippines-after-blast