Enthauptung von Marines: Fortsetzung der Kämpfe

1. August 2011 – Generalmajor Rustico Guerrero, Kommandant der philippinischen Marines, schwor gestern den Verlust der sieben Marines zu rächen, von denen letzte Woche bei einem Zusammenstoß mit Abu Sayyaf Banditen, einige der Toten enthauptet wurden.

Die Navy sprach von zwei Enthauptungen, aber andere Quellen sprachen von fünf Opfern der Barbarei. Guerrero nannte es eine „Schändung“ der Soldaten. „Dies zeigt nur, wie barbarisch diese Leute sind. So werden wir nicht eher aufhören, bis wir sie haben … Die Barbarei ist die Marke der Abu Sayyaf.“ sagte der Chef Marines.

Präsident Aquino besuchte letzte Nacht die Totenwache der sieben Marines auf dem Marines Camp in Fort Bonifacio, Taguig City. Er verlieh den sieben Todesopfern posthum die ‚Gold Cross‘ Medaille, die dritthöchste Kampfauszeichnung und gab jeder von ihren Familien 250.000 Pesos, Stipendien und Unterkunftsleistungen. Nach der Messe sprach Aquino privat mit den Familien der Soldaten.

Guerrero sagte, der die getöteten Marines als „Helden“ bezeichnete, Regierungseinsätze bei der Jagd nach der Abu Sayyaf, würden nicht zur Barbarei führen. „Wir werden in diese Art von Greueltaten hinein geführt, dennoch haben wir noch nie die barbarischen Akte dieser Banditen übernommen.“ sagte er. „Sie haben dies in mehreren unserer Begegnungen getan. Wenn sie unsere Toten finden, dann entweihen diese Banditen unsere Männer. Dies ist weit davon entfernt, was wir mit ihren toten Kameraden tun. Wir folgen islamischen Riten ihrer Beerdigung und sie schänden unsere Soldaten. Das ist es, was sie uns antun.“ sagte er.

Im Juli 2007 enthaupteten Abu Sayyaf Banditen 10 von 14 Marines, die sie in einem Hinterhalt töteten. Die Marines waren an einer Rettungsaktion für den entführten italienischen Priester Giancarlo Bossi, beteiligt.

Präsident Aquino ordnete „gnadenlose“ Operationen gegen die Abu Sayyaf an, als Fortsetzung der militärischen Operation in Sulu vom Donnerstag vergangener Woche, die in einem Abu Sayyaf Camp in Panglayahan startete.

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Berichten zufolge seien mindestens 70 Terroristen in dem Lager, angeführt von den Abu Sayyaf Führern Radullan Sahiron und Isnilon Hapilon, dessen Gruppe nach wie vor für eine Reihe von Entführungen verantwortlich gemacht wird, laut Militär. Die Militärs sagten, dass abgesehen von der Eroberung des großen Abu Sayyaf Lagers, die Soldaten mindestens 13 Abu Sayyaf Banditen töteten und sieben weitere verletzten.

Guerrero sagte, die hartnäckigen Operationen gegen die Abu Sayyaf werden heute weiter geführt, trotz Beginn der muslimischen Befolgung ihres Fastenmonats Ramadan, da sich diese Operationen, „speziell gegen die gesetzlose Gruppe richtet.“ Guerrero sagte weiter, er habe eine Untersuchung der Umstände der Operation angeordnet, um heraus zu finden, ob unter anderem, Fehler gemacht wurden.

„Zunächst wurde berichtet, dass es ein absichtlicher Angriff war, kein Hinterhalt. Das war keine zufällige Begegnung. Es war ein absichtlicher Angriff von uns gegen den Feind.“ sagte Guerrero. Das Team wird speziell untersuchen, wie die Operation ausgeführt wurde.

Guerrero und Navy Chef Vizeadmiral Alexander Pama, führten gestern die militärischen Ehren für die Opfer am Hauptsitz der Marines in Fort Bonifacio an. Die Leichen der sieben Soldaten wurden nach Manila an Bord eines C-130 Flugzeugs der Air Force am vergangenen Samstag überbracht. Offizielle sagten, dass die sieben posthum im Rang befördert würden. Aquino verurteilte die Abu Sayyaf für die Verstümmelung der Leichen der Soldaten.

(Anmerkung: die Begriffe ‚Rache schwören‘, ‚Gerechtigkeit fordern‘ oder ‚gnadenlos verfolgen‘ scheinen anders verwendet zu werden, als deren Bedeutung in Europa ist! Die Sprache und das Rechtsempfinden sind hier anders zu werten. Dies als Hintergrundinformation, da aus unterschiedlicher Quelle, von verschiedenen Personen, vergleichbare Aussagen getätigt werden. Vgl. auch den Artikel: Präsident schwört Rache für Enthauptungen)

Quelle: http://www.malaya.com.ph/aug01/news3.html