6 Tote, Hunderte Flüchtlinge durch neue Unruhen in Mindanao

10. August 2011 – Sechs Menschen wurden getötet und Hunderte von Zivilisten flohen aus ihren Häusern als Kämpfe ausbrachen, zwischen zwei muslimischen Rebellen-Kommandeuren in den südlichen Philippinen, sagten Offizielle am Mittwoch.

Offiziere sagten, sie hätten versucht die Zivilbevölkerung auf der unruhigen Insel Mindanao zu schützen, hatten aber vermieden in den Kampf verwickelt zu werden, da sie es den Rebellenführern und den Verhandlungsführern der Regierung überlassen wollten, um den Konflikt beizulegen. „Es gibt immer noch sporadische Kämpfe. Wir hören Schüsse. Es ist immer noch sehr gefährlich.“ sagte der lokale Militärsprecher Oberst Prudencio Asto.

Die philippinische Regierung erwarte nicht, dass die Gewalt die Friedensgespräche mit der ‚Moro Islamic Liberation Front‘ (MILF) beeinflusse, aber sie hat ihre Besorgnis an die Rebellenführer weitergegeben, sagte ein Sprecher von Präsident Benigno Aquino. „Wir glauben, dass dies unsere Gespräche und Verhandlungen mit der MILF nicht beeinträchtigen sollte.“ sagte Aquinos Sprecher Edwin Lacierda gegenüber Reportern.

Der MILF Kommandant Adzmie begann vor ein paar Tagen ein Gefecht gegen den Kommandant Abunawas mit seiner abtrünnigen muslimischen Rebellengruppe. Die Gruppen kämpfen wegen eines „langjährigen Landstreits“, sagte der stellvertretende MILF Vorsitzende Ghadzali Jaafar. Brigadegeneral Ariel Bernardo, der Leiter eines militärischen Ausschusses, der in Gesprächen mit der MILF verhandelt, sagte, mindestens 210 Familien seien vor den Kämpfen geflohen und suchten Zuflucht in Evakuierungszentren der Regierung. Er sagte, vier MILF und zwei Kämpfer aus der Abunawas Fraktion, seien in den Kämpfen getötet worden.

Die 12.000 Mann starke MILF, die größte muslimische Rebellengruppe des Landes, setzt auch weiterhin Gewalt ein, trotz der Vereinbarung eines Waffenstillstands mit der Regierung im letzten Jahr. Die Gruppe hat in ihrer drei Jahrzehnte langen Rebellion, 150.000 Menschenleben gefordert, war zunächst darauf ausgerichtet einen unabhängigen muslimischen Staat, innerhalb des katholisch dominierten Mindanaos zu errichten, hat ihr Ziel aber jetzt geändert, Autonomie zu gewinnen.

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Quelle: http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5j8fuldzUJmRdP9Mfwmtlg-MJIuWQ?docId=CNG.90a0ab9652c589f1e90438beda86c9ea.761