SWS: Aquino-Regierung weiterhin gut bewertet

26. Juli 2011 – Die Filipinos haben auch weiterhin ein positives Bild von der Leistung der Aquino-Regierung, nach dem Bericht der ‚Social Weather Stations‘ (SWS) wonach die Zufriedenheitsrate deutlich über denen der vorangegangenen Regierungen liegt, bis auf ein Thema.

Die „gut“-Bewertung vom Juni mit Netto +45 (62% zufrieden, 17% unzufrieden und 19% unentschlossen), die um einen Punkt gegenüber der März-Erhebung zurück ging und wesentlich niedriger als das „sehr gut“-Ergebnis mit +64 im September und November des vergangenen Jahres lag, sei immer noch höher als alle anderen seit 1986 erfassten Werte, sagte das SWS. Das bisher beste Rating, das es aufzeichnete, war das „gut“ mit +36 durch die Estrada-Regierung im November 1998.

Die Befragten sagten, sie waren mit Aquinos Regierung über die Leistung bezüglich 17 spezifischer Fragen zufrieden, mit Rekordmarken im Hinblick auf die Unterstützung der philippinischen Migranten und der Verfolgung von Steuerhinterziehern. Der einzige negative Wert – obwohl gegenüber März gestiegen – die juristische Aufarbeitung des Maguindanao Massakers.

Malacañang behauptet, dass die niedrigeren Werte „statistisch nicht signifikant“ wären und gab die Schuld in Bezug auf das fast zwei Jahre zurückliegende Massaker dem Justizsystem. Ein Offizieller des Palastes behauptete, sie seien „so unglücklich, wie die anderer Menschen auch, in der Art und Weise sowie dem Tempo des Prozesses.“

Die Umfrage des zweiten Quartals, die vom 3.-6. Juni durchgeführt wurde, entstand durch persönliche Interviews von 1.200 Personen landesweit. Die Fehlerquote wurde mit ± 3% für Einzelfragen und ± 6% für regionale Wertungen genannt.

Die SWS klassifiziert die Netto Zufriedenheitswerte wie folgt:
von +70 und höher als „ausgezeichnet“
von +50 bis +69 als „sehr gut“
von +30 bis +49 als „gut“
von +10 bis +29 als „mäßig“
von +09 bis -09 als „neutral“
von -10 bis -29 als „schlecht“
von -30 bis -49 als „schlimm“
von -50 bis -69 als „sehr schlimm“
von -70 und weniger als „abscheulich“

Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Zufriedenheit mit der allgemeinen Leistung der Aquino-Regierung in Mindanao, fiel aber in allen anderen Regionen. Bei den sozioökonomischen Klassen stieg sie in der ABC-Klasse (Reiche und Wohlhabende), blieb bei der D-Klasse (breite Masse) gleich und fiel in der Kategorie E (Besitzlose).

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In Mindanao stieg die Bewertung um zehn Punkte auf ein „sehr gut“ mit +57. Es blieb „gut“ in Luzon trotz Rückgang um fünf Punkte auf +37. Das Rating fiel auf „gut“ von „sehr gut“, sowohl in den Visayas (um 4 Punkte auf +47) als auch in Metro Manila (um 2 Punkte auf +48).

Nach Klassen, gab es einen 26-Punkte Sprung zu einem „gut“ mit +45 in der ABC-Klasse. Einen Gewinn von 2 Punkten wurde in der breiten Masse der D-Klasse zu einem „gut“ mit +48 erfasst, hingegen sank in der E-Klasse die Bewertung um 14 Punkte zu einem „gut“ mit +36.

Von den 17 spezifischen Fragen, die geprüft wurden, erhielt die Aquino-Regierung 5 mal ein „gut“, 8 mal „mäßig“, 3 mal „neutral“ und einmal „schlecht“. Zwei Themen wurden neu in die Umfrage aufgenommen und SWS erklärte, dass es den „Kernbereich“ der Themen wiederholt habe und andere abhängig von ihrer aktuellen Bedeutung ergänzte oder löschte.

Im Hinblick auf die Unterstützung des Wohlergehens der Overseas Filipino Workers, erreichte die Regierung ein Rekord-„gut“ mit +41 und übertraf damit den bisherigen Höchststand – einem +33 aus dem März 2000. Das Thema wurde das letzte Mal durch die SWS im Dezember 2009 erhoben, als die Bewertung ein „mäßig“ mit +26 war.

Die Regierung erhielt die höchste Einzelbewertung einem „gut“ mit +46, in Bezug auf das Gewappnet sein vor starken Taifunen – das erste Mal, dass dieses Problem in die Erhebung einbezogen wurde.

Die verbleibenden „gut“ Bewertungen gab es für:

  • Hilfe für die Armen (+44, -3 Punkte)
  • internationale Beziehungen (+43, -1 Punkt)
  • Bekämpfung des Terrorismus (+30, +1 Punkt)

Die acht „mäßig“-Bewertungen:

  • Unterkunft für die Armen (+27, -3 Punkte)
  • Versöhnung mit den muslimischen Rebellen (+25, -7 Punkte)
  • Versöhnung mit kommunistischen Rebellen (+23, -8 Punkte)
  • Kriminalitätsbekämpfung (+23, +3 Punkte)
  • Verfolgung von Steuersündern (+22, +33 Punkte von -11 vom Mai 2005)
  • schnelle Regierungs-Entscheidungen bei wichtigen Problemen (+22, -1 Punkt)
  • Unterdrückung von Privatarmeen in Mindanao (+17, -7 Punkte)
  • Beseitigung von Bestechung und Korruption (+16, +2 Punkte)

(Alle Vergleiche gegenüber März, sofern keine andere Angabe.)

Die Aquino-Regierung profitierte aus der Verfolgung der Steuerhinterzieher, sagte die SWS, durch einen neuen Höchstwert und übertraf damit den bisherigen Rekord von einer „neutral“ +6 im November 1998, März 1999 und Juli 2000.

„Neutral“ Netto-Bewertungen wurden vergeben für die Themen:

  • Bekämpfung der Inflation (+4, +4 Punkte)
  • Hungerbekämpfung (+4, -1 Punkt)
  • Ölpreiskontrolle (0, ohne Vergleich, da erstmalige Erhebung)

Die Regierung wird weiterhin mit „schlecht“ in Bezug auf die Klärung des Maguindanao Massakers bewertet, obwohl die neueste Wertung mit -16 etwas besser als die -19 vom März war. Nach einem Kommentar gebeten, sagte Präsidenten Sprecher Edwin Lacierda, der allgemeine Leistungsabfall sei „statistisch nicht signifikant, da er innerhalb der Fehlerquote liegt.“ Er wies jedoch darauf hin, dass die Werte durchgängig niedrig in der Visayas Region lägen. „Darauf müssen wir uns konzentrieren, was in den Visayas los ist … das ist etwas, was wir untersuchen müssen.“

Niedrigere Werte im Hinblick auf die Friedensgespräche mit den muslimischen und kommunistischen Rebellen, entstanden wie er behauptete, aufgrund eines „Mangels an Nachrichten“. Lacierda behauptete, „Wir machen Fortschritte in beiden Bereichen. Wir werden künftig einige Ankündigungen dazu machen. Wir sind immer noch innerhalb des Ziels.“

Die Marktkräfte und die Wahrnehmung, seien für die neutralen Bewertungen der Inflationsbekämpfung und der Treibstoffpreise verantwortlich. „Es ist ein weitläufiges Thema, sie sehen die Veränderungen des Ölpreises … Der einzige Weg sie davon zu überzeugen, dass wir etwas dagegen tun, ist wenn der Ölpreis nach unten geht. Dieser beruht aber auf Marktkräften. Es ist eine Frage der Wahrnehmung.“ ergänzte Lacierda.

Hinsichtlich der Unzufriedenheit über die Handhabung des Maguindanao Massakers, sagte Lacierda, sei die jüngste Umfrage, vor den letzten Entwicklungen, wie z.B. der Genehmigung der Live-Übertragung durch das Oberste Gericht, durchgeführt worden. Er betonte auch, dass das Tempo des Prozesses eine Frage der Richter sei und nicht die des Palastes. „Es ist wirklich nicht in unseren Händen. Es ist der Richter, der das Tempo des Falles entscheidet. Wir wollten es auch schneller, aber wir können nicht dem Gericht anordnen, dieses zu tun.“ ergänzte Lacierda.

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Quelle: http://www.bworldonline.com/content.php?section=TopStory&title=Aquino-administration-maintains-%E2%80%98good%E2%80%99-rating&id=35260