Cybersex-Mutter will Kronzeugin werden

16. Juli 2011 – Die drei Frauen, die bei einer Razzia in einem Haus verhaftet wurden, das für Cybersex im Barangay Cogon (Cordova) diente, könnten möglicherweise die weiteren Beteiligten benennen.

„Wir sind bereit Kronzeuge zu werden. Wir werden die Person, die für die Tat verantwortlich ist, zu identifizieren.“ sagte die 31-jährige Mutter des 9-jährige Mädchens, das von der Polizei gerettet werden konnte. In getrennten Interviews, leugneten die Frauen eine Beteiligung in die verbotenen Geschäfte und beschuldigten stattdessen einen weiblichen Betreiber des Computers.

Drei junge Mädchen posierten nackt vor der Kamera, als am Dienstag die Polizei das Haus durchsuchte. Die drei verhafteten Frauen seien mit den Minderjährigen verwandt. Eine sei die Mutter, eine weitere die ältere Schwester und ein dritte sei eine Tante von den geretteten Kindern.

Die drei Frauen wurden gestern ins Büro der Cebu Provinz Staatsanwaltschaft für eine Untersuchung gebracht. Das Justizsystem des Landes ermöglicht einer beschuldigten Person zum Kronzeugen zu werden, vorausgesetzt dass er oder sie nicht der Hauptschuldige des Vergehens ist. Das Justizministerium (DOJ) und das Gericht werden entscheiden, ob sie diesen Status gewähren.

Den Frauen werden Verstöße gegen das Anti-Menschenhandelsgesetz, das Anti-Kinderpornografie Gesetz und Anti-Kindesmissbrauchs Gesetz vorgeworfen. Die Befragten wurden der Assistentin der Provinz Staatsanwaltschaft, Jay Paradiang vorgestellt, die ihnen die rechtlichen Verfahren erläuterte. Sie haben drei Tage Zeit, um ihre Gegendarstellung einzureichen.

„Nur Leugnen wird die Vorwürfe der Polizei nicht überwinden, da Sie auf frischer Tat ertappt wurden.“ sagte der Staatsanwalt. Wenn Anklage erhoben würde, werden diese beim regionalen erstinstanzlichen Gericht in Lapu-Lapu City eingereicht werden. Die Polizei sagte, die Frauen hätten die drei Kinder zu den Nacktposen angeleitet.

In einem Interview gestand eine der Frauen, dass Cybersex Aktionen in ihrem Barangay in Cogon üblich seien. Sie sagte eine weibliche Betreiberin sei die Schuldige. Die Frau sagte, sie selbst sei nur gebeten worden, Lebensmittel für die Betreiberin zu holen. „Sie sollten damit aufhören. Ich habe Mitleid mit den Kindern.“ sagte sie. Ihre 9-jährige Tochter und die beiden weiteren Mädchen im Alter von 12 und 17 Jahren, wurden unter die Obhut des DSWD gestellt.

„Ich kümmere mich sehr um meine Kinder. Obwohl wir getrennt sind, hoffe ich, sie wird mich nicht vergessen.“ sagte die 31-jährige Mutter.

Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/24492/women-in-cybersex-racket-willing-to-testify