Und die bestochenen Bischöfe schweigen …

30. Juni 2011 – „Schweigen“ war die Antwort mehrerer Bischöfe auf einen Aufruf für sie zu gestehen, dass sie mit Mitsubishi Pajero „beschenkt“ wurden, von dem ‚Philippine Charity Sweepstakes Office‘ (PCSO), während der Regierungszeit von Arroyo.

Diejenigen, welche Dementis ausgegeben haben, waren Bischöfe die kein Fahrzeug aus der Charity-Agentur bekamen. Senator Panfilo Lacson sagte am Mittwoch, er und Senator Teofisto Guingona hätten Dokumente erhalten, die zeigten, dass vier Bischöfe und mehrere Abgeordnete finanziell von der PCSO profitierten. Lacson sagte, die Unterlagen zeigten, dass die Bischöfe Pajeros erhielten, während die Abgeordneten Zuwendungen aus der Charity-Agentur bekamen.

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Lacson lehnte es ab, die Namen der Bischöfe und Abgeordneten zu nennen, die wie er sagte, mit der damaligen Präsidentin und jetzigen Pampanga Vertreterin Gloria Macapagal-Arroyo verbündet seien, bis die Unterlagen von der PCSO und der ‚Commission on Audit‘ (COA) bestätigt wurden.

„Wir haben in unserem Besitz Unterlagen, die mehrere irreguläre Transaktionen der PCSO und einiger Personen aufzeigen, die nicht als Empfänger des PCSO Fonds vorgesehen waren.“ sagte Lacson Reportern, verweisend auf PCSO Beschlüsse. „Zum Beispiel gab es drei oder vier Bischöfe, die Pajeros oder was auch immer erhielten.“ sagte er. „Ein einzelner Bezirk zum Beispiel verwaltete den Erhalt von 55 Mio. Pesos und das Datum des Vorstandsbeschlusses deckt sich mit der Wahlperiode.“

‚The Inquirer‘ (Zeitungsname) hat die Namen von fünf Bischöfen, die jeweils einen Pajero aus einer Quelle innerhalb der Kirche erhielten, die aber wegen der Sensibilität des Themas nicht genannt werden wollten. Das neue PCSO Management sagte, es überprüfe Berichte, wonach Arroyo, die mit mehreren Amtsenthebungsverfahren konfrontiert wurde, die Mittel so verwendet hatte, um die Unterstützung der Bischöfe zu gewinnen, indem sie ihnen Fahrzeuge schenkte.

Die COA bestätigte am Mittwoch, dass die PCSO fünf Fahrzeuge im Wert von 6,94 Millionen Pesos kaufte, die Erzdiözesen der katholischen Kirche überlassen wurden. Die Überprüfungsagentur COA sagte, dies sei ein Verstoß gegen die Verfassung, die keine öffentlichen Mittel zu Gunsten einer Kirche, Sekte oder Konfession bewilligen sollte. In einem 2009 Bericht über die PCSO, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, hat die COA, jedoch die Empfänger der Fahrzeuge oder die Modelle der Autos, die gekauft wurden, nicht identifiziert.

Lacson sagte das ‚Blue Ribbon Committee‘ unter dem Vorsitz von Guingona, wurde dazu angesetzt, um die Unregelmäßigkeiten der PCSO ab Mittwoch nächster Woche zu untersuchen. „Wir waren uns darüber einig, dass es keine Tabus geben darf. Was auch immer ans Licht kommt, darf nicht vertuscht werden. Alle Fragen im Zusammenhang mit Bestechung, Korruption oder anderer Vergehen, sollten in die Untersuchung einbezogen werden.“ sagte er.

In der Stadt San Fernando (Provinz Pampanga), sagte Erzbischof Paciano Aniceto, sein Dienst-Fahrzeug, ein Toyota Innova, wurde ihm von der Erzdiözese zur Verfügung gestellt und nicht von der Regierung oder anderen karitativen Institutionen. Aniceto lehnte es ab, seine Meinung über Bischöfe abzugeben, die Fahrzeuge von Arroyo durch den PCSO Fonds erhielten. Er sagte jedoch, die Akzeptanz von staatlicher oder nichtstaatlicher Hilfe in einer Diözese, hänge vom Ermessen des Bischofs ab.

„Der Bischof kennt die aktuellen und dringenden pastoralen Prioritäten in seiner Diözese, zum Beispiel die Förderung des sozialen Handelns. Der Bischof ist der Kanal, der die Beihilfe kanalisiert, um den Bedürfnissen der armen Gemeinden zu dienen.“ sagte er.

In der Provinz Pangasinan, äußerte ein Priester der Lingayen-Dagupan Erzdiözese, Enttäuschung über die Entscheidung einiger Bischöfe, die Fahrzeuge der PCSO zu akzeptieren. Er sagte, es ist ein sehr schmaler Grat zwischen ihrem Motiv zur Annahme des Fahrzeugs und dem Motiv des Gebers. „Sie können sagen, dass sie die Luxus-Fahrzeuge nicht für ihren eigenen Gebrauch annahmen, sondern für die Nutzung der Diözese zur Erfüllung ihrer apostolischen Arbeit. Aber der Spender verfolgt möglicherweise einen anderen Zweck, nämlich ihr Schweigen und ihre Zusammenarbeit zu erkaufen.“ sagte Fr. Oliver Mendoza, Priester von San Fabian.

Er forderte die Bischöfe auf sich zu outen und ihrer Annahme der Fahrzeuge zu begründen, um die Dinge zu klären. ‚The Inquirer‘ versuchte den Erzbischof von Lingayen-Dagupan, Socrates Villegas, für eine Stellungnahme zu erreichen, was aber gesagt wurde, da er am Mittwoch in die Vereinigten Staaten geflogen sei. Der Bischof von Ilagan (Isabela), Joseph Nacua sagte, er wisse nichts über Fahrzeug Spenden von PCSO. Er sagte kein Bischof in Cagayan Valley erhielt einen Mitsubishi Pajero von Arroyo.

In Ozamiz City bestritten zwei Priester und ein Laienpriester einem Bericht zufolge, dass die Erzdiözese von Ozamiz, mit ihrem Erzbischof Jesus Dosado, einen Pajero aus dem PCSO während der Arroyo-Regierung erhielt. Fr. Marvin Osmeña, Leiter von der ‚Unbefleckten Empfängnis Kathedrale‘ und Küster der kirchlichen Liegenschaften, sagte Dosado war kein Empfänger der „Spenden“ Arroyos.

Am Donnerstag hingegen wurde berichte, dass Dosado einen grauen Pajero habe, der oft vom katholischen Rundfunk DxDD verwendet wird. Aber Fr. Edgar Canama, DxDD Station Manager, bestritt diese Behauptung. „Seit jeher, haben DxDD Stationen (AM und FM) keinen Pajero vom Bischof in einem unserer Einsätze eingesetzt.“ sagte Canama.

Wendell Talibong, DxDD-AM Produktions Chefin sagte, solch schwere Vorwürfe, wie sie gegen die Ozamiz Erzdiözese geschleudert würden, müssten „stichhaltige Beweise sowie glaubwürdige und gesicherte Quellen haben.“ Canama und Osmeña wiesen darauf hin, dass die Kirchengemeinde in Ozamiz „keine Bestechung und Korruption dulde.“ Talibong sagte auch: „Die Ausstrahlung der PCSO Werbung ist gleichbedeutend mit der Förderung der Kultur des Spielens, was gegen die offizielle Lehre der katholischen Kirche ist.“

Angesichts der Sensibilität der Materie, sollte die katholische Bischofskonferenz der Philippinen (CBCP) die Bischöfe, welche von Arroyo bestochen wurden, bestrafen und sie bei Bedarf sanktionieren, sagte Sen. Gregorio Honasan II. Aber zuerst sollten die Bischöfe sich um Wiedergutmachung bemühen, durch Rückgabe der „Geschenke“, einschließlich der Pajeros, und die permanente Kritik an Präsident Aquino unterlassen, sagte Lacson.

„Die Bischöfe sollten das tun, was sie zu ihrer Gemeinde predigen – sagen Sie die Wahrheit und gestehen Sie Ihre Sünden und tätigen Sie Wiedergutmachung durch Rückgabe der Bestechungsgelder, die Sie von Gloria Macapagal Arroyo empfangen haben.“ sagte Lacson. Die Empfänger, fügte er hinzu, „müssen von nun an die Angriffe auf P-Noy wegen völligem Fehlen der moralischen Überlegenheit unterlassen.“

Honasan, Vorsitzender des Komitees für öffentliche Ordnung und die Information der Öffentlichkeit, stimmte dem zu, dass die Bischöfe „reinen Tisch machen“ sollten. Aber er sagte, die schweren Vorwürfe, die sich negativ auf die Glaubwürdigkeit der Kirche auswirken könnten, wären besser nicht durch die Medien angegangen worden, sondern durch eine interne Untersuchung durch die CBCP.

„Wir sollten damit aufhören, dies über die Medien auszutragen.“ sagte Honasan in einem Telefon-Interview. „Wir wollen diese nicht in die Luft sprengen, angesichts der Sensibilität des Themas, das sich auf die Glaubwürdigkeit und Stabilität der Kirche auswirken wird. Bedenkt man, wie die Kirche zu einzelnen Themen klingt, ist es nicht gut für ihre Glaubwürdigkeit, die damit vergiftet wird.“

Der ehemalige Sen. Aquilino Pimentel Jr., Leiter des ‚Center for Local Governance‘ an der Universität von Makati sagte, den Bischöfen bleibe nichts anderes übrig, als die direkten Strafen. „Leider, da die Bischöfe in einem Land leben, wo Negatives die Menschen erheitert, haben sie nur eine ‚entweder – oder‘ Wahl. Sie müssen einfach grinsen und es ertragen oder Erklärungen bieten, welche die unzufriedene Masse des Volkes nicht zufriedener macht.“ sagte er per SMS.

Der ehemalige Senator jedoch bezweifelt, dass die Strafen eine Delle in die Glaubwürdigkeit der Kirche bringen würde, die heftig gegen das reproduktive Gesundheitsgesetz (RH Bill) kämpft. „Die Kirche könnte vielleicht die Unterstützung einiger Katholiken verlieren, die nicht zwischen der Irrationalität des RH Gesetzes und der Frivolität einiger seiner Hirten unterscheiden können.“ sagte er. „Aber wenn das kommen sollte, wäre das eine willkommene Entwicklung: ein reinigender Prozess, der bereits vor Jahren begonnen haben sollte.“ fügte er hinzu.

Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/19326/pajero-bishops-mum-some-solons-also-got-pcso-funds