Spratlys: Ausbau des Handels, statt Krieg mit China

14. Juni 2011 – „Töricht und schlecht beraten.“ so beschrieb Senator Ralph Recto den Boykottaufruf gegen alle in China hergestellten Produkte und sagte weiter, die Philippinen sollten stattdessen ihre Handelsbeziehungen mit China weiter ausbauen.

„Der Handel mit China ist größer als der mit den Vereinigten Staaten von Amerika.“ sagte er. „Ein ‚Made in China‘-Boykott ist dumm und schlecht beraten.“ so Recto weiter in einer Erklärung am Dienstag. Er riet, dass der Konflikt zwischen den Philippinen und China über die strittige Frage der Spratly Inseln, friedlich geregelt werden müsse.

„Man kann mit China keine Säbeln rasseln. Es ist unser größter benachbarter Handelspartner.“ sagte er und fügte hinzu, dass die richtige Antwort sei, den Handel weiter auszubauen und Investitionen mit China zu erhöhen. Wenn das Land sein 900 Mio. US$ Handelsdefizit mit China schließen könnte, sagte Recto, wäre das ein „großer wirtschaftlicher Erfolg“ und wesentlich sinnvoller, als der Versuch ein chinesisches Schiff zu versenken.

Die Philippinen importierten im Jahr 2010 Waren im Wert von 7 Mrd. US$ aus China, während sie im selben Zeitraum Waren im Wert von nur knapp mehr als 6 Mrd. US$ nach China lieferten. Recto wies auch darauf hin, dass man als Teil der Schwellenländer, die angesehene globale Stellen anpreisen, unter die Top 25 Länder der stärksten Volkswirtschaften bis zum Jahr 2025 gelangen zu können, die Philippinen „angemessen handeln“ sollten, statt „lustig zu boykottieren“.

„Wir sollten nicht nur China diplomatisch verpflichten, sondern auch mit Geschäftstätigkeit.“ betonte er. Der Senator räumte ein, dass die Philippinen mit der Modernisierung ihrer Streitkräfte beginnen müssten, dies aber nicht nach China hin oder anderen Beanspruchenden der Spratlys ausrichten sollten, sondern um seine Fischer, Schiffe und Ladungen in ihren Hoheitsgewässern zu schützen.

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„Man muss die AFP (Streitkräfte der Philippinen) ausbauen, nicht für ein Wettrüsten, sondern um unsere Korallenriffe und Fischer zu schützen.“ sagte Recto. „Man muss es tun. Irgendwo muss man anfangen. Wir sollten mit dem Kauf militärischer Einrichtung beginnen und warum sollten wir sie nicht in China einkaufen.“ Recto sagte weiter, der Schutz der territorialen Souveränität des Landes, gewinne mehr denn je an Bedeutung, jetzt da die strittige ‚Reed Bank‘ im Westen Palawans zur „Recto Bank“ umbenannt wurde, zu Ehren seines Großvaters, dem Nationalisten Claro M. Recto.

Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/14821/don%E2%80%99t-war-with-china-trade-with-it-increase-investments-senator-recto