Prozess des Maguindanao Massakers live im Fernsehen

15. Juni 2011 – Der Oberste Gerichtshof billigte gestern einstimmig die Live-Berichterstattung des ‚Maguindanao Massaker‘ Gerichtsverfahren, aus dem Quezon City Gericht mit Richterin Jocelyn Solis-Reyes. Das Massaker das sich in der Stadt Ampatuan am 23. November 2009 ereignete, kostete 57 Zivilisten, darunter 15 Frauen und 30 Journalisten das Leben.

Der Magistrat wertete dabei auch die Bedeutung der konsolidierten Petition von Medien-Netzwerken und Organisationen, wie der Nationalen Journalistengewerkschaft der Philippinen und dem Schreiben des Präsidenten Aquino, die das Gericht um Live-Berichterstattung des Prozesses ersuchten. Der Sprecher des Supreme Courts Jose Midas Marquez sagte, die Entscheidung ist ‚pro hac vice‘ (nur für diesen Anlass), was bedeutet es gilt nur für das Maguindanao Massaker Verfahren.

Marquez sagte, der Oberste Gerichtshof berücksichtigte auch die Unmöglichkeit der Unterbringung aller Beteiligten im Gerichtssaal, darunter die Familien der Opfer, der Zeugen und Beschwerdeführer sowie mehrere Fernsehsender. Marquez sagte, die Gerichtsentscheidung des Supreme Courts sollte als Bemühung ausgelegt werden, zur Förderung von Transparenz und Respekt gegenüber dem Recht der Menschen auf Information.

Das hohe Gericht hat auch Richtlinien veröffentlicht, bevor eine Radio- oder TV-Sender zur Live-Übertragung zugelassen wird. Marquez sagte, Fernsehstationen erhalten eine Live-Einspielung von einer Kamera, die sie durch das Gericht zur Verfügung gestellt bekommen. Er sagte keinem Medien Unternehmen wird es erlaubt sein, das Verfahren ohne eine ordnungsgemäße Genehmigung des Gerichts zu ändern. Marquez sagte auch, ein Teil der Richtlinie sei, dass die Live-Übertragung des Verfahrens kontinuierlich sein müsse und keine Werbeunterbrechung gestattet sei, außer in der Pause. Marquez sagte weiter, zur Vermeidung von Überlagerungen wird die Verhandlung ohne Kommentar ausgestrahlt werden.

Benannt als Angeklagte, sind neben etlichen Mitgliedern des Ampatuan Clans, rund 200 weitere Beschuldigte.

Quelle: http://www.malaya.com.ph/june15/news5.html