PhilStep Surfreport – Luke Landrigan

Die News der philippinischen Surfszene

 
Portrait Luke Landrigan – Der philippinische Surfstar

Luke Landrigan

Eines gleich vorneweg: Ja, ich finde diesen Luke Landrigan richtig klasse! Und das nicht, weil sein Vater, die Surferlegende Brian Landrigan, der Taufpate meines Sohnes ist. Familie also irgendwie, Surferfamilie sowieso. Nein, da gibt es andere Gründe und davon viele. Luke ist der uneingeschränkte filipinische Surfstar, mit Starappeal und gut dotiertem Ausrüstervertrag. Und das hat er geschafft mit Leichtigkeit und harter Arbeit zu gleich. Offenbar hat der Sohn eines Australiers und einer Filipina die besten Gene von beiden Elternteilen in den richtigen Dosen abbekommen.

Das gilt, dass kann und muss man auch als Mann einfach mal so neidlos anerkennen, auch für sein Aussehen. Weibliche Wesen – egal ob asiatisch, europäisch oder sonstwas – fühlen sich von ihm angezogen. Seine Facebookseite nimmt nach 5.000 Freunden keine neuen mehr an und in Manila hing schon mal sein Konterfeit von einem der Wolkenkratzer in Makati. Und von seinem Titelfoto auf Men’s Health wird noch in Jahren gesprochen werden. In seinem Surfcamp muss er ständig für Fotos posieren, aber auch das erträgt er mit aller Gelassenheit und ohne jede Arroganz. Denn er hat sich den Status erarbeitet. Die vielen Jahre auf den Wellen von Kindheit an haben geprägt: Das Meer bestraft Hochmut, vielleicht noch viel brutaler als in anderen Sportarten.

Womit wir doch beim eigentlichen Thema sind: Haben wir eigentlich schon über seinen Surfstil gesprochen? Nein? Dann wird es aber Zeit für den Take off! Luke Landrigan ist erklärter Shortboarder. Er surft elegant und fließend, aber die für Shortboarder typischen Kicks kommen natürlich nicht zu kurz. Sein Stil ist spektakulär, ohne bemüht zu wirken.

Longboards sieht er als eine Variante des Surfsports und nimmt diese nicht immer ganz Ernst, zumindest im Vergleich zum kurzen Brett. Was ihn aber in diesem Jahr nicht davon abhielt, mal eben den internationalen Longboardwettbewerb in San Juan La Union zu gewinnen, gegen substantielle lokale und vor allem japanische Konkurrenz. Aktuell ist er mit den Wellen gereist und surft auf Bali als Mitglied des Billabong Southeast Asia Surf Teams zu weiteren Ehren.

Luke Landrigan

Von den philippinischen Surfspots mag er besonders Samar, Siargao, Baler und natürlich La Union, weil da für alle Arten von Surfern die richtige Welle zu finden ist. Dabei hat sich der 28jährige Landrigan als Macher des familieneigenen Surfshops und der Billabong Surfschool mittlerweile auch als Geschäftsmann erfolgreich etabliert. Und er übernimmt weitere Verantwortung vor Ort. Schon früher hat er am Heimatstrand Müllsammelaktion losgetreten und musste dabei viel Überzeugungsarbeit leisten. Mittlerweile ist das angekommen und seine Landsleute haben erkannt, dass man mit einem sauberen Strand auch besser Geld verdienen kann. Jetzt ist Luke der Surfer sogar zum ‚Funktionär‘ und Vorsitzenden der lokalen Businessvereinigung geworden. Er will die gesamte Bucht in verschiedene Segmente unterteilen, um Anfängern, Fortgeschrittenen und Profis immer die besten Bedingungen zu bieten.

Mit klarer Linie, wie auf der Welle, aber in aller Locker- und Bescheidenheit. Ein Star und Vorbild zum Anfassen eben. Es könnte noch was werden, mit der internationalen Bedeutung der filipinischen Surfszene!

 

www.philstep.de

Der PhilStep Surfreport erscheint in unregelmäßigen Abständen und wird unterstützt durch die Reiseexperten von www.philstep.de. Der Surfreport greift dabei aktuelle Themen aus der philippinischen Surfszene auf und stellt interessante Surfspots vor. Im Vordergrund steht dabei immer wieder der Surfspot in San Juan La Union im Nordwesten von Luzon.