Bleiben Journalistenmörder wieder ungestraft?

15. Juni 2011 – Gestern wurde gegen zwei ehemalige Governor und weitere vier Verdächtigte die Anklage abgewiesen, nachdem sie zunächst der Beteiligung an der Ermordung des Journalisten Gerry Ortega vom 24. Januar in Palawan beschuldigt waren. Das Justizministerium (DOJ) wies gestern mangels ausreichender Beweise die Mordanklage gegen die ehemaligen Governor Joel Reyes von Palawan und Jose Antonio Carrion von Marinduque und anderen ab. Der Mordanklage wurde von Ortegas Witwe Patria Gloria eingereicht. (vgl. Justizministerium weist Anklage gegen Governor ab)

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Das DOJ sagte die Verfahrensordnung des Gerichtshofs erlaube nur außergerichtliche Zeugenaussagen eines Mittäters, wenn sie durch unabhängige Beweise unterstützt werden oder wenn sie als Bestätigung verwendet würden. Das DOJ glaubte dem Angeklagten Reyes, als er die Vorwürfe Edrads leugnete, der sich den Behörden im vergangenen Februar ergeben hatte und einräumte, dass er derjenige war, der angeblich als Schütze im Auftrag von Reyes angeheuert wurde.

Justizminister Leila de Lima war in der Handhabung des Falles befangen, da Reyes ein Kunde war, in einem Wahlverfahren der Wahlen 2004. In einer Erklärung sagte Reyes, diejenigen die diese ruchlose Tat planten, werden ihren Tag der Abrechnung erhalten.

Die Familie Ortegas sagte jedoch, dass das DOJ Entscheidung war eine Verweigerung der Gerechtigkeit. „Die DOJ Entscheidung war ein Tiefschlag.“ erzählte Ortegas Tochter Mika in einer SMS. „Wir verloren unseren Vater und jetzt fühlen wir uns regelrecht betrogen. Die Jury sagte, dass es einen Mangel an Beweisen gab und spricht den Besitzer der Waffe und geständigen Mittelsmann frei. Sie bewerteten wahrscheinlich nur die Fälle derjenigen, die gegen Reyes aussagten. Es ist eine ernste Ungerechtigkeit.“

Father Robert Reyes, den die Familie zum DOJ schickte, sagte sie werden die Kampagne in Palawan weiter betreiben, bis zur Festnahme des Verantwortlichen, für den Mord an Ortegas. „Sie sind sehr wütend und sehr aufgewühlt.“ sagte er weiter. „Sie hatten den Eindruck, dass die DOJ Jury fair wäre.“

Puerto Princesa Bischof Pedro Arigo sagte gestern, sie würden eine Protestkundgebung organisieren, um ihre Enttäuschung mit der DOJ Entscheidung zu demonstrieren. ‚CBCP News‘, die offizielle Nachrichtenagentur der Katholischen Bischofskonferenz der Philippinen berichtete, dass Arigo die Öffentlichkeit aufforderte sich dem Protest anzuschließen und damit eine starke Botschaft an das DOJ zu senden helfe. „Ganz Palawan wird gegen sie schreien!“ Arigo fügte hinzu, dass die Ermordung Ortegas im Zusammenhang mit seinem Widerstand gegen die Bergbau Projekte in Palawan stand.

Quelle u.a.: http://www.philstar.com/Article.aspx?articleId=696265&publicationSubCategoryId=63