Aquinos Rede zum Independence Day: Freiheit von Armut und Korruption

12. Juni 2011 – Mit der Ausrufung eines neuen Kapitels in der philippinischen Geschichte, beschwor Präsident Benigno S. Aquino III, Korruption in der Regierung zu beseitigen, auch wenn seine Freunde verletzt würden, um die wahre Freiheit für Filipinos zu erreichen, bei der Feier der Nation zum 113. Jahrestag der philippinischen Unabhängigkeit am Sonntag.

Während der Feierlichkeit zur Unabhängigkeitserklärung der Nation von der Fremdherrschaft vor mehr als einem Jahrhundert in Cavite, betonte der Präsident, dass das Land nicht wirklich unabhängig sei, solange es im Sumpf von Korruption und Armut bleibe. „Lasst uns kämpfen gegen Armut und Korruption, so wie es die Revolutionäre taten bei der Befreiung des Landes aus der Kolonialherrschaft. Lasst uns die Armut und Korruption abschütteln mit Hilfe guter Regierungsführung, Bildung und anderen richtigen Aktionen, die nur für das Land und das Volk sind.“ sagte Aquino vom Balkon der 165-jährigen ‚Aguinaldo Mansion‘.

Aquinos 12-minütige Rede am historischen General Emilio F. Aguinaldo Denkmal, kennzeichnete den erstmaligen Auftritt des Präsidenten beim ‚Independence Day‘, mit dem Fokus der nationalen Feier in Cavite, wo Aguinaldo am 12. Juni 1898 die Unabhängigkeit von Spanien erklärte. „Wahre Unabhängigkeit ist die Freiheit von Armut, Hunger und Arbeitslosigkeit. Wir werden die Probleme ansprechen, so gut wir können.“ sagte der Präsident. Vom historischen Herrenhaus aus, des ersten Präsidenten der Republik, offenbarte Aquino seine Leistungen in seinem ersten Regierungsjahr, die Filipinos einen Vorgeschmack auf die wahre Freiheit geben sollten und bestand darauf, ein ergebnisorientierter Führer zu sein, trotz seiner angeblichen Vorliebe für schnelle Autos und ‚Dates‘.

dkb.de

„Wie viele Jahrzehnte haben wir gekämpft, um uns von den Fesseln der Armut zu befreien? Warum dauert es so lange den Sieg zu erringen? So lange wir die Korrupten nicht loswerden, wird es immer arme Menschen geben. Wenn wir unsere Nation befreien wollen, müssen wir unsere Regierung und uns selbst von der Korruption befreien.“ sagte er in Filipino. „Ich werde das tun, obwohl ich mit einigen mächtigen Blöcken kollidieren könnte und auch dann, wenn einige Freunde darin verwickelt sein sollten.“ ergänzte Aquino, der kürzlich von oppositionellen Abgeordneten als zu weich im Umgang mit seinen Freunden in der Regierung, die angeblich in Unregelmäßigkeiten beteiligt seien, kritisiert wurde.

Er sagte, die Kämpfe und Opfer, welche die Revolutionäre auf sich nahmen, wären nicht erbracht worden, wenn sie gewusst hätten, dass Armut und Korruption auch weiterhin in dem Land gedeihen würden. Er erkundigte sich über das Schicksal der Soldaten, besonders jenen, die „abgelaufene Schuhe“ trugen, was geheilt werden konnte, aber Hunger, Arbeitslosigkeit und andere Probleme, bedrängten das Land weiterhin. Der Präsident erwähnte auch wichtige Reformen die seine Regierung vorgenommen hat, welche die Regierung von der Korruption befreien solle.

Neben der 7 Uhr-Flaggenparade, der er bei der ‚Aguinaldo Mansion‘ beiwohnte, legte er auch am Grab von General Aguinaldo einen Kranz nieder. Die Ehrengäste für Aquino reisten bereits um 6:30 Uhr an, mit dem Gouverneur Juanito Victor „Jonvic“ Remulla Jr., dem Bürgermeister von Cavite Reynaldo „Tik“ Aguinaldo, dem Vertreter des 1. Bezirks von Cavite Joseph Emilio A. Abaya und anderen Aguinaldo Clan-Mitgliedern, Imus Bischof Luis Antonio G. Tagle. Die Vorsitzende der ‚Nationalen historischen Kommission der Philippinen‘ (NHCP) Serena Diokno begrüßte ihn.

Er führte die traditionelle Parade an, gefolgt von den Ehrengästen mit Generalleutnant Eduardo S. Oban, dem Stabschef der philippinischen Streitkräfte (AFP), Generaldirektor Raul M. Bacalzo, dem Chef der ‚Philippine National Police‘ (PNP) und anderen Militär- und Polizeioffizieren an der Frontlinie. Das Programm am Aguinaldo Shrine war kurz und einfach. Der Präsident blieb bei der Feier für eine Stunde und 12 Minuten.

In Malolos City, Bulacan, herrschte die gleiche patriotische Stimmung und Hunger nach Reformen in der Regierung bei den Bürgern vor, während der ‚Independence Day‘ Zeremonie, die vom Sprecher des Abgeordnetenhauses Feliciano „Sonny“ R. Belmonte und dem Governor von Bulacan Wilhelmino Sy-Alvarado geführt wurde. Das Zentrum der Feier fand an der historischen Barasoain Kirche (Our Lady of Mt. Carmel Parish) statt, dem Standort des Verfassungskonvents der ersten philippinischen Republik. Genau um 7 Uhr wurde die Nationalflagge gehisst mit ähnlichen gleichzeitig stattfinden Zeremonien am Aguinaldo Shrine in Cavite, dem Rizal Park in Manila und dem ‚Bonifacio Monument Circle‘ in Caloocan City.

In Angeles City, Pampanga, führte Senator Francis N. Pangilinan am Sonntag die ‚Kapampangans‘, die bei der Gedenkfeier des ‚Independence Day‘ teilnahmen, zur historischen ‚Pamintuan Mansion‘. Pangilinan, begleitet von Bürgermeister Edgardo Pamintuan, führte die Flaggenparade mit ähnlichen Riten gleichzeitig bei der Angeles City Hall wie an anderen Städten der Provinz durch. Die Pamintuan Mansion wurde kürzlich von der NHCP als Weltkulturerbe anerkannt. In San Juan City, Metro Manila, erfolgte der 113. Jahrestag der philippinischen Unabhängigkeit mit einer einfachen Kranzniederlegung durch Bürgermeisterin Guia Gomez am Pinaglabanan Denkmal. Das 7 Uhr Flaggenparaden Ritual wurde auch von San Juan City Rep. Joseph Victor Ejercito und Ehrengast dem ehemaligen Senator Teofisto Guingona beehrt.

Weiße Luftballons und Tauben wurden, als Symbol für Freiheit des Landes, in die Luft gelassen. Präsident Aquino war später Gastgeber eines „vin d’honeur“, dem ‚Independence Day Umtrunk‘ für die diplomatische Gemeinschaft und hochrangigen Regierungsvertretern des Malacañang, welche die Parade in Rizal Park besuchten und gab ein kleines Fest für die Öffentlichkeit hinter dem Palast.

In seiner Ansprache, die eine Vorschau auf seine ‚State-of-the-Nation Adresse‘ (SONA) am 25. Juli am ‚Batasang Pambansa Complex‘ in Quezon City war, sagte der Präsident, seine Regierung habe damit begonnen, Reformen umzusetzen, die auf Armut, Korruption, Tourismus-Wachstum, Wahlreformen in Mindanao sowie eine Selbstversorgung mit Reis, zielten. Zur Reduzierung der täglich hungernden vier Millionen Filipinos, sagte Aquino seine Regierung habe umstrittene Verträge aufgelöst wie mit der ‚Laguna Lake Development Authority‘, dem ‚Department of Public Works and Highways‘, sowie anderen Agenturen, damit diese öffentlichen Mittel dem öffentlichen Dienst richtig zugeordnet werden konnten.

Um mehr Arbeitsplätze zu schaffen, sagte er, seine Regierung fördere auch das Business-Umfeld, einschließlich der Aufrechterhaltung legitimer Verträge. Eine partielle „Open Skies“-Politik sei auch ausgegeben worden, um für ausländische Fluggesellschaften Anreize zu schaffen und die Touristenzahlen zu steigern. Das Gesetz zur Straffung der Aktivitäten und Entschädigung bei Staatsbetrieben und staatlich kontrollierten Unternehmen, war auch solch ein „Sieg“, der den Missbrauch von öffentlichen Geldern verhindern soll, so der Präsident. Ein weiterer „Sieg“ seiner Regierung war die Verabschiedung eines Gesetzes zur Verschiebung der Wahlen in der ‚Autonomen Region in Muslim Mindanao‘ (ARMM) vom August auf 2013, um wichtige Reformen für die Regierung dort einzurichten.

Auswandern - Den Kulturschock überwinden

Da die lokale Reisproduktion verbessert wurde, hat die Regierung die Reis Einfuhr auf 500.000 Tonnen für das nächste Jahr reduziert, von 860.000 Tonnen in diesem Jahr. Aquino sagte auch, seine Regierung fördere die Bereitstellung angemessenen Wohnraums für Soldaten und Polizisten. Immerhin 21.800 Häuser werden in diesem Jahr in ausgewählten Provinzen gebaut werden. „All dies soll Ihnen einen Eindruck der wahren Freiheit geben. Wahre Freiheit ist die Freiheit ohne Hunger, Unwissenheit, Armut und Arbeitslosigkeit. Wahre Freiheit ist die Freiheit mit Würde und Ehre.“ sagte der Präsident.

Aquino, der auch für das angeblich langsame Tempo der Reformen kritisiert wurde, verteidigte auch, dass er auf konkrete Ergebnisse ausgerichtet sei und sich nicht mit nutzlosen Pluspunkten beliebt machen möchte oder für billige Schlagzeilen arbeite. „Wenn sie denken, meine Dates – auch wenn ich einen Bachelor Abschluß habe, dem Kauf eines Gebrauchtwagens mit meinem eigenen Geld oder sogar mein armer Gesang seien riesige Sünden, ich habe kein Problem mit ihnen. Was mir wichtig ist und was wichtig für die Nation ist, sind Ergebnisse und kein Sammeln der Pluspunkte, der Schlagzeilen oder gar dem Festhalten an der Macht.“ sagte er.

Quelle: http://www.mb.com.ph/articles/322343/aquino-freedom-poverty-corruption-new-chapter-our-history