Weiss bemängelt fehlende Konzentration der Azkals

17. Mai 2011 – Der Trainer Michael Weiss sehnt sich nach dem Tag, an dem er die Azkals an die Leine legen kann und sie sich zu 100 Prozent auf das Training konzentrierten für ihr Fifa Weltmeisterschafts Qualifikationsspiel gegen Sri Lanka im Juni und Juli. Weiss, der die Azkals am ersten Tag des Trainings beim ‚Rizal Memorial Pitch‘ beobachtete, beklagte wie erschöpft die meisten Spieler durch eine Reihe von Dingen, wie Verpflichtungen in Vereinen und anderen laufenden Wettbewerben sowie weiteren Tätigkeiten außerhalb des Fußballs, seien.

„Wir müssen die Spieler zusammen bekommen, um sie besser zu organisieren. Wir brauchen vor allem die Hilfe der Vereine, weil es zu viele Spiele derzeit gibt, so dass die Spieler abgelenkt und erschöpft sind, da es keine Zeit zur Erholung gibt.“ sagte Weiss. Während das Team in die zweite Woche des Trainings geht, sind einige der Stammspieler der Azkals und der Aspiranten, in Turnieren wie Club-Meisterschaften, U-23 oder U-19 Turnieren.

Einige seien in Tätigkeiten involviert, die sich mit Sport nur schwer vereinbaren ließen. So sei Ersatzkapitän Chieffy Caligdong, der bei der Luftwaffe arbeite, ins Hauptquartier nach Cebu berufen worden, während einige noch immer verletzt seien wie Ian Araneta (Hüfte), Torhüter Paolo Pascual (Muskelfaserriss) oder Edward Sacapano (MCL – Innenbandverletzung des Knies) und Phil Younghusband (Krämpfe).

„Zu viele Spiele, ein Spieler wird heute von einem General gerufen, andere Spieler machen Werbespots oder was auch immer, das Team ist derzeit noch nicht 100 Prozent professionell aufgestellt.“ wird Weiss zitiert. „Wir müssen künftig mehr über Trainingslager nachdenken und von zu viel Ablenkung weg bleiben.“

Das Team wird bis nächste Woche nicht ins Trainingslager gehen können, da man Teamveranstaltungen in Cebu und Iloilo hat. Erst dann kann man ab 12. Juni ins Camp nach Düren in Deutschland, das Weiss als „ein echtes Trainigslager mit Spielen“ bezeichnet. Denn jetzt fordert der deutsche Trainer Selbstdisziplin von seinen Spielern. „Wir sind noch nicht im Lager. Jeder geht nach Hause an seinen Platz, da muss sich jeder selbst disziplinieren. Die meisten Spieler können das, aber es gibt eine Menge Versuchungen in einer großen Stadt wie Manila. Ich kann nicht jedem Spieler nachlaufen, das wäre zu schwierig.“, sagte er.

 

Quelle: http://www.philstar.com/SportsArticle.aspx?articleId=686888&publicationSubCategoryId=69