Noch keine Pressefreiheit

3. Mai 2011 – Die Pressefreiheit verbesserte sich nur geringfügig auf den Philippinen im Jahr 2010. Das Land war noch durch die Ermordung und Einschüchterung von Journalisten im Vorjahr beunruhigt, so ein Bericht von ‚Freedom House‘. Der Bericht über die Pressefreiheit 2011: Eine weltweite Umfrage zur Unabhängigkeit der Medien, sagte von 196 untersuchten Ländern rangierten die Philippinen auf Rang 93 mit einer Punktzahl von 46 Punkten, zwei Punkte besser als im Vorjahr, als das Land nur Rang 97 belegte.

„Das Ranking hat sich für die Philippinen etwas erholt, nachdem Ampatuan Massaker im Jahr 2009, das das Leben von 32 Journalisten und Medienmitarbeiter kostete.“ sagte der Bericht am Montag, dem Tag der Pressefreiheit. „Dennoch war das Land noch im Jahr 2010 durch die Ermordung und Einschüchterung von Journalisten beunruhigt sowie der Straffreiheit für derartige Verbrechen, welche die Norm seien.“

Die ‚International Federation of Journalists‘ nannte fünf philippinische Journalisten als im Jahr 2010 getötet und identifizierte sie als:
Edwin Segues (dxSY radio),
Desidario Namangan (Sonshine radio),
Joselito Agustin (dzJC radio),
Nestor Bedolido (the Kastigador) und
Edison Flamenia (Mindanao Inquirer).

Die globale Umfrage der Unabhängigkeit der Medien ergab, dass nur 15 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern mit einer freien Presse leben, dies ist der niedrigste Wert seit 1966, als ‚Freedom House‘ mit der Erfassung der Daten begann. Der Anteil der Weltbevölkerung mit Zugang zu einer freien Presse sank auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahrzehnt im Jahr 2010, da unterdrückende Regierungen ihre Kontrolle über traditionelle Medien verstärkten und neue Techniken entwickelten, die Unabhängigkeit der schnell wachsenden Internet-basierten Medien zu begrenzen.

Südkorea und Thailand waren die Länder, die gravierende Einbußen bei der Pressefreiheit derzeit erlebten. Von den 196 beurteilten Ländern und Territorien, wurden 68 (35 Prozent) als ‚frei‘ bewertet, 65 (33 Prozent) wurden als ‚teilweise frei‘ bewertet und 63 (32 Prozent) wurden als ’nicht frei‘ bewertet.

Die gesamte Region ‚Asien-Pazifik‘ kann ein relativ hohes Niveau der Pressefreiheit im Jahr 2010 bescheinigt werden, mit 14 Ländern und Gebieten die als ‚frei‘ bewertet werden, 13 als ‚teilweise frei‘ und 13 als ’nicht frei‘ bewerteten.

Freedom House weist eine numerische Rangfolge für jedes Land auf, die auf dem rechtlichen Umfeld in dem Medien arbeiten, politischen Einflüssen auf die Berichterstattung und den Zugang zu Informationen und wirtschaftlichen Druck auf den Inhalt und die Verbreitung von Nachrichten basieren. Jedes Land in der Rangliste erhält eine Punktzahl zwischen 0 (am meisten freie) bis 100 (am wenigsten frei), die als Grundlage für eine umfassende Pressefreiheit dient mit den Bezeichnungen frei, teilweise frei oder nicht frei.

Finnland war an der Spitze der neuesten Rangliste mit 10 Punkten, gefolgt von Norwegen und Schweden mit jeweils 11 Punkten. Deutschland liegt z.B. mit 17 Punkten auf Rang 17, im Bereich der freien Länder. Den letzten Platz erhielt Nordkorea mit 97 Punkten, auf dem 196. Platz.

Kein einziges der 10 Mitglieder der Vereinigung südostasiatischer Nationen (ASEAN), kann als ein freies Presseland bezeichnet werden. Zwei – die Philippinen und Indonesien – wurden als teils frei bewertet, während der Rest – Kambodscha, Thailand, Malaysia, Singapur, Brunei, Vietnam, Laos und Myanmar – als nicht frei bewertet wurden. Jedoch wurden Länder wie Hongkong und Südkorea mit je 32 Punkten auf Rang 70 erwähnt (direkt nach den freien Ländern).

‚Freedom House‘ ist eine in Washington ansässige unabhängige Überwachungs Organisation, die den demokratischen Wandel unterstützt, den Status der Print-, Rundfunk- und Internet-Freiheit in der ganzen Welt überwacht und für Demokratie und Menschenrechte eintritt.

Quelle: http://www.philstar.com/Article.aspx?articleId=681950&publicationSubCategoryId=63
und http://freedomhouse.org/template.cfm?page=668