Regierung dementiert: Keine drohende Reiskrise

12. April 2011 – Das Landwirtschaftsministerium versicherte am Dienstag, dass es keine drohende Reiskrise im Land gäbe, weshalb der Malacañang Palast einen entsprechenden Bericht des NICA über die Angelegenheit zurückwies. „Die Öffentlichkeit brauche sich keine Sorgen machen, da es keine Reisverknappung gibt.“ sagte Landwirtschaftsminister Proceso Alcala.

Alcala reagierte auf einen Bericht des ‚Philippine Daily Inquirer‘, dass die Regierung eine Warnung von der ‚National Intelligence Coordinating Agency‘ (NICA) erhielt, wonach steigende Kosten und eine schrumpfende Reisversorgung, eine Frage der nationalen Sicherheit darstellten.

Die stellvertretende Sprecherin des Präsidenten Abigail Valte sagte, dass kein solcher Bericht den Schreibtisch des Präsidenten erreichte. Valte ergänzte, sie wollten wissen, ob der angeblichen Bericht tatsächlich existiere, da „dies nicht zum Lachen sei.“

Steigende Reisernte

Alcala sagte, die landwirtschaftliche Produktion war im ersten Quartal stärker als in den letzten 3 Monaten des Jahres 2010, und das Land wird seine Prognose der Reisproduktion für das erste Halbjahr des Jahres übertreffen. „Wir erwarten, dass wir unsere Prognose über die Reisproduktion von 7,6 Millionen Tonnen übertreffen.“

Höhere Reis und Mais Produktion, stellte er fest, halfen mit die gesamte landwirtschaftliche Produktion im ersten Quartal auf mindestens 7% gegenüber dem Vorjahr wachsen zu lassen, gegenüber 6,35% im vorigen Quartal.

Die Feldfrüchte (Mais) machten zusammen mit Reis, dem philippinischen Grundnahrungsmittel, etwa die Hälfte der gesamten landwirtschaftlichen Produktion aus. „Wir können wahrscheinlich ein Ergebnis um die ‚7-Komma-etwas‘ erreichen.“ sagte Alcala, als er über einen Ausblick auf die landwirtschaftliche Produktion des ersten Quartals gebeten wurde.

Der Agrarsektor, betrage inzwischen ein Fünftel des Bruttoinlandsprodukts oder der gesamten Wirtschaft. Nach einem schwachen 2010 für die Landwirtschaft, durch Taifunschäden und dann einer Dürre, wäre eine robuste landwirtschaftliche Produktion, eine gute Basis für das wirtschaftliche Wachstumsziel von 7% bis 8% in diesem Jahr, sagten Beamte.

Keine Notwendigkeit für mehr Importe

Mit einer stabilen Versorgung, sagte Alcala, gäbe es keinen Grund für das Land, mehr Reis als es schon für dieses Jahr geplant habe, zu importieren. Die Regierung strebe eine Reisproduktion von 17,46 Millionen Tonnen im Jahr 2011 an. Das wäre mehr als 10% höher als die Produktion des Jahres 2010.

Die Regierung plane, 860.000 Tonnen Reis zu importieren, darunter seien die 200.000 Tonnen, welche die staatliche ‚National Food Authority‘ (NFA) aus Vietnam durch ein Regierungsgeschäft kaufte. „Wir sehen keinen Grund, warum wir unsere Pläne für den Reisimport erhöhen sollten.“ sagte Alcala. „Wir denken, die 860.000 Tonnen sind ausreichend.“

In den letzten Jahren waren die Philippinen der weltgrößte Importeur von Reis, mit einer Rekordbestellung von 2,45 Millionen Tonnen für das Jahr 2010. Präsident Aquino warf der ehemaligen Präsidentin Gloria Arroyo eine übertriebene Einfuhr von Reis während ihrer Amtszeit vor. Er zitierte zum Beispiel die 900.000 Tonnen Reis im Jahr 2004 gegenüber einem Defizit von nur 117.000 Tonnen. Aquino sagte dieser Überimport sei auch mit ein Grund für das Anschwellen der NFA Schulden.

Quelle: No looming rice crisis, says gov’t
http://www.abs-cbnnews.com/business/04/12/11/no-looming-rice-crisis-says-govt