Nach Erdrutsch: Ort wird zur unbewohnbaren Zone erklärt

25. April 2011 – Der Standort in Sitio Panganason, Barangay Kingking in Pantukan, Compostela Valley, wo ein Erdrutsch sich am Karfreitag ereignete, beschloss die lokale Regierung eine Zwangsumsiedlung innerhalb von 48 Stunden für etwa 30 Familien, die in der Gegend wohnten.

Der Erdrutsch hat bislang 8 Personen getötet und 15 andere werden noch immer vermisst.

„Wir müssen die Anwohner zwangsweise umsiedeln, da jederzeit ein weiterer Erdrutsch passieren kann.“ sagte Direktor Liza Mazo vom Amt für Zivilschutz Region XI. Mazo sagte weiter, es sollten mehr Familien umgesiedelt werden, nicht nur 30, wie anfangs geschätzt wurden. Sie fügte hinzu, die lokale Regierung von Compostela Valley habe bereits ein Evakuierungszentrum für die umzusiedelnden Familien gefunden, wo sie dann für einige Monate bleiben könnten, solange die Vorbereitung dauere.

Der Leiter des ‚Mines and Geosciences Bureau‘ (MGB) Leo Jasanero sagte in einer Pressekonferenz, dass die unbewohnbare Zone weniger als fünf Hektar der Fläche betragen würde. Der Hauptgrund für die Katastrophe vom Freitag, seien die illegalen Bergbau Aktivitäten der Goldsucher, sagte Jasanero „der Erdrutsch wurde in erster Linie nicht vom Regen verursacht. Die Seite ist wirklich eine schwache Gegend, die dann auch anfällig für Erdrutsche ist.“

Er sagte, das MGB hatte bereits vor 3 Jahren die Möglichkeit von Erdrutschen in der Gegend erkannt und diese in ihrer Gefahrenkarten vermerkt. „Basierend auf diesem Wissen, verteilten wir die Gefahrenkarten an jede betroffene Einheit. Es gab Bemühungen die Gemeinde zu informieren, aber vielleicht war es nicht ausreichend.“

„Verzeihen Sie bitte meine Worte, die ich jetzt verwenden werde. Aber diese illegalen Bergarbeiter sind wie Ratten. Sie graben überall. Wir gingen zu der Stelle, wo der Erdrutsch passierte. Als wir die Fläche vermessen wollten, sahen wir, dass es wirklich gefährlich ist, weil sie direkt unter den Häusern Löcher gruben. Sie sind sich der Gefahr bewusst, aber sie finden sich damit ab.“ Janasero sagte, sie fanden 50 Tunnel in der Gegend, die alle illegal waren.

„Im Moment haben wir die Folgen dieses Unglücks bei uns im nationalen MGB. Und wir neigen dazu, einen Stopp auf diese Aktivitäten des Bergbaus zu erlassen und schlagen die Wiederbelebung der ‚Minahang Bayan‘ vor, wo die Bergleute nicht mehr jeder für sich selbst arbeitet, sondern als eine Genossenschaft.“ sagte er.

Der Beamte sagte auch, dass das Ereignis auf jeden Fall Einfluss auf die Entscheidung über weitere Anträge an das MGB für Bergbaugenehmigungen haben wird. Er fügte hinzu, das MGB wird einen nationalen Vorschlag erarbeiten, bezüglich des Kleinbergbaus. „Dies ist die Zeit, den politischen Willen für den Kleinbergbau aufzubringen. Dieser Vorfall erfordert eine distanzierte Betrachtung der Zukunft des Kleinbergbaus.“ ergänzte er.

Quelle: Pantukan landslide site declared a no-habitation zone
http://mindanews.com/main/2011/04/26/pantukan-landslide-site-declared-a-no-habitation-zone