Lohnerhöhung und niedrigere Mehrwertsteuersätze erwogen

Aquino überlegt angemessene Maßnahmen, um die Preissteigerung zu bewältigen

7. April 2011 – Eine Lohnerhöhung, Preiskontrollen und eine Reduktion der 12-Prozent Mehrwertsteuer (VAT) auf Waren und Dienstleistungen, gehören zu den Maßnahmen, die Malacañang erwägt den Menschen zu helfen, die gestiegenen Ölpreise zu bewältigen, sagte Präsident Benigno Aquino III am Mittwoch.

Der Präsident sagte, er habe seine wirtschaftlichen Führungskräfte aufgefordert, aller Mittel zu prüfen, die zur Milderung der Auswirkungen aufgrund der hohen Treibstoffpreise auf die Armen und Arbeiter hätten. Transporttarife, Strompreise, Nahrungsmittelpreise und Gebühren seien ebenso gestiegen. Aquino sagte, er erwarte in der nächsten Woche von seinen wirtschaftlichen Führungskräften, die Präsentation deren Vorschläge.

„Alles wird derzeit untersucht. Wird es eine Lohnerhöhung? Kann es eine Preiskontrolle über die Mehrwertsteuer geben? Also, echte Lösungen – nicht Maßnahmen, die nur uns gut aussehen lassen, werden geprüft.“ sagte er Reportern nach dem Besuch der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Finanzministerium und der Richtervereinigung, die den Richtern eine Gehaltserhöhung gewährt.

Aquino sagte, die erste Maßnahme die sein Wirtschaftsteam umgesetzt hatte, Leuten zu helfen mit den Auswirkungen der hohen Treibstoffpreise fertig zu werden, war der Kraftstoffzuschuss für Jeepney und Tricycle Betreiber. Der Präsident sagte, er wolle die Maßnahmen so setzen, dass diese zum Vorteil derer wären, die diese am meisten benötigten.

„Die Bereiche, denen leichter zu helfen ist, können wir später angehen. Aber diejenigen, die am stärksten betroffen sind, muss Hilfe geleistet werden.“ sagte er. „Wir können das nur tun, wenn unsere Programme auf sie ausgerichtet sind.“ Aquino sagte, die Regierung war hier in der Lage zu helfen, „einige Lösungen des Problems, das niemand vorausgesehen hatte und niemand sagen kann, wann es enden würde.“

Malacañang führte am Dienstag, die Executive Order zur Einführung eines 450 Millionen Pesos Kraftstoffzuschusses, der noch vor Ende des Monats umgesetzt wird. Der Zuschuss entspricht knapp 2 Pesos pro Liter, gemäß dem Energieministerium.

Gute Nachrichten

Der Präsident sagte, die Menschen würden gerne „noch viel mehr gute Nachrichten“ hören, über die Wirtschaft und die öffentlichen Finanzen in den nächsten Tagen. Danach gefragt, ob er offen zur Senkung der Mehrwertsteuer stehe, sagte Aquino er möchte die Effekte der Steuerreform bei einer Senkung von 12 auf 6 Prozent prüfen.

Der Präsident sagte, sollte der Kongress ein Gesetz zur Verringerung des Mehrwertsteuersatzes beschließen, wäre dies eine Verschiebung des Betrags, welchen die Regierung benötigte, um ihre Programme zu finanzieren. „Im Allgemeinen ist eine Senkung der Mehrwertsteuer nicht die richtige Lösung.“ sagte er Reportern.

Offen für Ideen

Aber Finanzminister Florencio Abad erzählte später Reportern, dass die wirtschaftlichen Führungskräfte „nicht begeistert“ von der Empfehlung der Vorschläge wären, die Mehrwertsteuer stattlich zu reduzieren. Abad sagte, das Wirtschaftsteam würde Maßnahmen empfehlen zur Hilfeleistung, die auf die Armen ausgerichtet sind. Die Maßnahmen sollten den Haushalt so gering als möglich beeinträchtigen.

„Die allgemeine Reaktion der wirtschaftlichen Führungskräfte, über den Vorschlag der Mehrwertsteuer Reduktion war, dass dies negative Auswirkungen auf die Haushaltslage habe, abgesehen von der Tatsache, dass das Ziel diejenigen zu erreichen, die es am meisten benötigten, verfehle.“ sagte Abad, der mit Aquino bei der feierlichen Unterzeichnung zugegen war.

Zweiten Blick

Der Finanzminister sagte, der Präsident erklärte dem Wirtschaftsteam „noch einen zweiten Blick“ auf den Vorschlag einer Mehrwertsteuerkürzung zu werfen. Als Preiskontrolle, sagte Abad, könne solch eine Maßnahme zu einer Verknappung des Warenangebots führen.

„Es bereitet uns etwas Sorge, weshalb wir da auch noch keine Geschlossenheit haben. Unsere Erfahrungen in der Vergangenheit zeigten, dass diese Maßnahmen in der Regel wirklich nicht so gut wirken.“ sagte er.

Lohnerhöhung

Der Finanzminister sagte, die Wirtschaftsmanager prüften den Vorschlag für eine Lohnerhöhung in der Privatwirtschaft. „Als eine Frage des Prinzips, versteht der Präsident, dass Beschäftigte in der Privatwirtschaft einen Anteil tragen müssen. Da wir uns derzeit in der dritten Phase des Gehalts-Standardisierungs Gesetzes befinden, erfreuen sich Regierungsangestellte über Anpassungen in ihrer Auszahlung.“ sagte er.

Direkte Zahlungen erwogen

Abad sagte, das Wirtschaftsteam würde auch direkte Zahlungen überlegen, aber auch unbare Wege prüfen. „Einige sind wahrscheinlich für Barzahlungen mit der Tendenz zur direkten Hilfe für die Armen oder die hart getroffen sind. Die Besorgnis über die Nahrungsmittelpreise zum Beispiel, sind sehr hoch und bereiten dem Präsidenten Kopfzerbrechen.“ sagte er.

Abad sagte, Aquino wollte, dass die Maßnahmen schnell fertig seien. „Der Präsident sagte, die Situation sei nach wie vor unsicher und er will nicht, dass die Menschen weiterhin dieser Unsicherheit ausgeliefert seien und zusätzliche Belastungen haben.“

Abad sagte, die Maßnahmen welche die wirtschaftlichen Führungskräfte dem Präsidenten empfehlen, hätten kurzfristige Auswirkungen. „Wir haben die Hoffnung, dass die politische Instabilität im Nahen Osten und Nordafrika, sich bald wieder beruhigen wird.“ sagte er.

Quelle: Wage hike, lower VAT considered – Aquino eyes measures to cope with high prices

http://newsinfo.inquirer.net/inquirerheadlines/nation/view/20110407-329800/Wage-hike-lower-VAT-considered