Aquino bezweifelt die jüngste Umfrage zur Armut

8. April 2011 – Präsident Benigno Aquino III gab am Freitag zu, dass er von einer jüngst durchgeführten Online-Umfrage überrascht sei, die zeige dass mehr Filipinos hungerten und sich selbst als arm bezeichneten. In einem Überraschungs-Interview in Pangasinan sagte Aquino, er bezweifle das Ergebnis der Umfrage, unter Berücksichtigung der Programme zur nachhaltigen Sicherung des Lebensunterhalts, das die Regierung in den vergangenen acht Monaten unternahm.

„Ich habe sogar die Sozialministerin Corazon Soliman befragt, warum die Umfrage so sei, aber selbst das Arbeitsministerium sagte, dass sich etliche Aufgabestellungen verbesserten. Der Bericht der Wirtschaft besagt auch, dass es tatsächlich Arbeitsplätze für unsere Landsleute gibt. Manchmal, kann ich das wirklich überhaupt nicht in Einklang bringen.“ sagte er.

Der Präsident wies darauf hin, dass der Großteil der Befragten aus Luzon und der National Capital Region stammten, wo eine minimale Anzahl der Familien von dem ‚conditional cash transfer‘ (CCT) Programm profitierten. „Leider sind die 400.000 zusätzliche Nutznießer des CCT Programms, größtenteils in den Visayas und Mindanao.“ sagte er.

„Die benutzten statistischen Beispiele, haben die Begünstigten des CCT nicht erfasst. Aber falls doch, wäre das Ergebnis verzerrt, da mehr Befragte sagen würden, dass ihr Hunger gelindert wäre.“ fügte er hinzu. Aquino erklärte, dass das CCT-Programm auf die Visayas und Mindanao ausgelegt wurde, da beide Regionen das höchste Aufkommen an Hungernden hatten.

Unterdessen hat er die Umfrage heruntergespielt, da er feststellte, dass es nicht bedeute, dass das CCT-Programm nicht helfen würde bei der Armutsbekämpfung in Luzon. Aquino sagte, es gibt etwa 1,3 Millionen Familien, die von dem CCT-Programm profitierten.

Die SWS-Umfrage wurde vom 4. bis 7. März durchgeführt und zeigte, dass 20,5% oder schätzungsweise 4,1 Millionen Familien behaupteten, sie hätten mindestens einmal in den vergangenen drei Monaten über Hunger geklagt. Dies erhöhte sich von 18,1% (schätzungsweise 3,4 Millionen Familien) im November 2010. Die Umfrage zeigte auch, dass 51% oder 10,4 Millionen Familien sich arm fühlen, zwei Prozentpunkte mehr als im November mit 49%. Der Bereich Luzon war am stärksten vom Hunger betroffen, besagte die Umfrage.

Quelle: Aquino doubtful of recent survey on poverty
http://www.sunstar.com.ph/manila/local-news/2011/04/08/aquino-doubtful-recent-survey-poverty-149453