Aquino: Atomkraft-Option auf Eis

9. April 2011 – Der philippinische Präsident Benigno Aquino III sagte am Freitag, dass er die nukleare Option, um dem Land eine Modernisierung in der Stromgewinnung zu geben, aufs Eis gelegt habe. Der Vorschlag Kernkraftwerke zu bauen, müsse ernst im Lichte der jüngsten Katastrophe in Japan betrachtet werden.

„Zur Zeit hat Japan, obwohl es ein hoch technisiertes Land ist und sehr in der Technik von kerntechnischen Anlagen gebildet, intensive Schwierigkeiten. Einige werden argumentieren, dass die Situation in Japan anders ist, aber unter dem Strich ist es notwendig eine umfangreiche Studie anzufertigen, bevor wir uns für Kernkraft entscheiden.“ sagte Aquino hier. „Das Risiko, dass eine Katastrophe stattfindet, mag für ihr Land und unseres unterschiedlich sein.“ sagte er, ohne dieses weiter auszuführen.

Der ehemalige Rep. von Pangasinan, Mark Cojuangco, ein Cousin des Präsidenten und ein Verfechter der Kernenergie, konnte dazu aber keine Stellungnahme abgeben, da er in Korea war. Doch Cojuangco stimmte erst am 1. April bei einer Sitzung des Provinz Boards, für die Fortsetzung einer Machbarkeitsstudie zur Feststellung, ob die Provinz ein Kernkraftwerk betreiben könne. Aquinos Mutter, die verstorbene Präsidentin Corazon Aquino, mottete das erste Kernkraftwerk in Bataan wegen Sicherheitsbedenken im Zuge des ‚Three Mile Island‘ Kernkraftwerkunfalls in den USA, ein.

Quelle: Nuke option on hold-Aquino
http://newsinfo.inquirer.net/inquirerheadlines/nation/view/20110409-330174/Nuke-option-on-hold-Aquino