Mongolei – Azkals 2:1

Heute um 13 Uhr Ortszeit in den Philippinen, war Anpfiff des Qualifikationsrückspiels gegen die Mongolei. Das Hinspiel gewannen im Februar die Azkals zuhause mit 2:0. Das war bei warmen Temperaturen, weshalb die Azkals sich in einem japanischen Trainingscamp vorbereiteten. Niemand ahnte, dass das Erdbeben vor einer Woche mit einer Stärke von 7,3 nur ein Auftakt zu der Tragödie vom 11.3. sein sollte. Die Mannschaft hatte viel Glück, als sie das Land am vergangenen Wochenende unversehrt verlassen konnte. Und so begann das Spiel auch mit einer Schweigeminute für die Opfer von Japan.

Das Wetter in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei, war bitter kalt und sehr windig, wobei allerdings strahlend blauer Himmel die Kälte nur auf den zweiten Blick am Fernseher erkennen lies. Beim Absingen der Nationalhymne fror man mit den Pinoys fast mit. Der Rasen war derart grün, wie es bei diesem Klima nur ein Kunstrasen sein kann. Die Tribünen fassten gerade mal 2.500 Zuschauer, die dafür die mongolische Mannschaft dennoch lautstark und begeistert anfeuerten.

Das Spiel war kaum angepfiffen, da stand es bereits in der 3. Minute 1:0 für die Philippinen. Phil Younghusband nutzt eine Unachtsamkeit des mongolischen Torhüters aus, da der einen nicht besonders hart geschossenen Ball nicht festhalten kann und schießt zur philippinischen Führung ein. Als in der 8. Minute ein weiterer philippinischer Torschuss knapp am Tor vorbei ging und in der 17. Minute der mongolische Torwart erneut nicht den sichersten Eindruck hinterließ, fühlte man sich schon fast in der Fortsetzung des Hinspiels.

Doch in der 22. Minute bekamen die Mongolen einen Freistoß an der Mittellinie zugesprochen, der urplötzlich gefährlich wurde. Denn den Freistoß verlängerte ein Angreifer aus der Mittelposition nach halb links, wo ein Stürmer in eine Abseits verdächtige Position lief und von dort aus den philippinischen Torwart überwinden konnte. Somit Ausgleich in der 22. Minute zum 1:1. Die Mongolen begriffen plötzlich ihre Chance und kamen erneut in der 29. Minute nach guter Vorarbeit zum Torschuss, der nur knapp am Tor vorbei ging. Nur 4 Minuten später in der 33. Minute kamen die Pinoys noch stärker unter Druck und ein Abwehrspieler zog die „Notbremse“ indem er einen mongolischen Stürmer im Strafraum umriss. Den fälligen Strafstoß für die Mongolen konnte der philippinische Torwart zunächst abklatschen, aber den Nachschuss nicht mehr. Neuer Spielstand 2:1 für die Mongolen. Die Mongolen erarbeiteten sich in der 39. und 44. Minute noch zwei weitere gute Tormöglichkeiten, die aber jeweils das Tor verfehlten.

Die zweite Halbzeit startete so wie die erste endete, mit einer Überlegenheit der Mongolei. In der 50. Minute ist es wieder der philippinische Torwart, der einen gut heraus gespielte Möglichkeit der Mongolen vereitelt. Erst in der 53. Minute konnten die Pinoys ihren ersten Entlastungsangriff der zweiten Hälfte starten, der aber harmlos endete. In der 66. Minute gibt es wieder einen Angriff für die Mongolen, der philippinische Torwart verpasst – Glück für die Philippinen. In der 72. Minute bekommen die Philippinen einen Freistoß zugesprochen. Schon während des ganzen Spieles konnte man sehen, dass die Spieler Probleme hatten, den Ball für Freistöße hin zulegen. Denn durch die fehlende Tribüne um das Stadion, pfiff der Wind jedes mal den ruhenden Ball auf dem Kunstrasen weg. Nachdem der Ball ruhte, verschossen die Pinoys den Ball aber über das Tor. Dennoch merkten die Mongolen, dass ihnen die Zeit davon lief und resignierten allmählich.

Die Filipinos kamen wieder etwas mehr ins Spiel und in der 81. Minute vereitelte der mongolische Torwart einen Angriff. In der 83. Minute hatten sie wieder eine gute Chance, als ein Schuss aufs mongolische Tor nur knapp vorbei ging. Dennoch zeigte die philippinische Hintermannschaft nur drei Minuten später Unsicherheiten. Der Kommentator meinte dann auch in seinem Resümee kurz vor Spielende: „Michael Weiss has a lot to do in the training!“ Dies ist in der Tat wahr, da bereits nächste Woche am 21., 23. und 25. März die Gruppenphase des Asian Football Confederation (AFC) Challenge Cups in Yangon (Myanmar) beginnt!

Übrigens wurde der „Mädchenschwarm“ der Azkals, James Younghusband, zum „Best Player“ gewählt.