Kommentar: Grübeln nach der Hinrichtung

30. März 2011 – Mit der Zahl der Filipinos, die jährlich zum Arbeiten ins Ausland gehen, sollten die Menschen nicht immer das Beste erwarten. Die Hinrichtung gestern in China von Sally Ordinario-Villanueva, Elizabeth Batain und Ramon Credo, vertritt die schlechte Seite der philippinischen Diaspora.Manchmals gewinnt man, manchmals verliert man.

Aber die Akzeptanz der Realität, sollte nicht die Merkmale dieser traurigen Episode des „Oversea Filipino Workers“ (OFW) Phänomens vernebeln. Die offensichtlichste ist die „Drogenkurier“ Betrügerei. Der Begriff „Drogenkurier“ ist ein neuer Teilnehmer im Lexikon des illegalen Drogenhandels des Landes, weil es der am meisten diskutierte Aspekt von der Villanueva, Batain und Credo Berichterstattung war. Die drei wurden beim Versuch gefasst, Heroin nach China zu schmuggeln.

Malacañang versprach in einer Stellungnahme bereits wenige Stunden nach der Hinrichtung zu helfen, „sicherzustellen, dass die Kette des Betrugs durch Drogenhändler, die in die Falle gelockt werden und Leben zerstören, bei der Ausübung des Handels, gebrochen wird.“ Filipinos können dazu beitragen, durch einfaches Zurückweisen der Betrügereien.

Aber dies bedeutet nicht, dass wir die ungerechte Verurteilung derer unterstützen, die es zulassen von Drogendealern und Drogensyndikaten schikaniert zu werden. Unter denen, die die chinesischen Behörden zur Ausführung der Hinrichtung mit den Worten „die drei verdienten es so“ zu ermuntern schienen, gibt es auch welche die die Fälle nicht kennen und die Gründe, die zu deren Betrügerei führte. Das ist eine Lektion die man daraus lernen sollte: seid objektiv.

Vizepräsident Jejomar Binay startete einen letzten verzweifelten Versuch Villanueva, Batain und Credo zu retten, in Form von einem Brief, den er an den chinesischen Ministerpräsident Hu Jintao am Tag vor der Hinrichtung sendete. Binay sprach die Möglichkeit an, dass immerhin einer, zwei oder alle drei, nur unwissende Boten waren.

Villanueva sprach davon, wie eine „Mapet Cortez“ sie für einen Job in Xiamen rekrutierte und ihr den leeren Koffer gab, den sie für ihre Reise nutzte. Der Koffer war mit Heroin ausgekleidet. Aber selbst wenn Villanueva, Batain und Credo wissentlich das Heroin nach China transportierten, gibt es immer noch die Sache ihrer Auftraggeber: die Syndikatmitglieder, die aus ihnen Drogenkuriere machten, haben sich der Verhaftung entzogen und können jetzt bereits andere glücklose Filipinos in die Falle locken.

Quelle: Editorial: Post-execution musing

http://www.sunstar.com.ph/cebu/opinion/2011/03/30/editorial-post-execution-musing-147823

 

Kommentar:

Nach der Hinrichtung gestern dreier mutmaßlicher, philippinischer Drogenkuriere in China, habe ich heute diesen Kommentar in der Zeitung gelesen, in der sich viele Meinungen dazu wiederfinden (können). Für philippinische Verhältnisse, enthält er relativ viel Kritik an den Filipinos, die teilweise zu leichtfertig an solche „Angebote“ rangehen.