Englisch soll als Unterrichtssprache gefördert werden

24. März 2011 – Der Kongressabgeordnete Maximo B. Dalog hat zusammen mit dem Abgeordneten Cebus Eduardo R. Gullas einen Gesetzentwurf, die „House Bill No. 93“ vorgestellt, der vorsieht Englisch als Unterrichtssprache in den philippinischen Schulen zu stärken.

Dieser Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Mängel des derzeitigen zweisprachigen Erziehungsprogramms des Bildungsministeriums (Department of Education), mit dem Ziel der Verbesserung der Lernprozesse in den Schulen, vom Ergebnis her zu korrigieren. Gullas erklärte in seiner Erläuterung, das Bildungsministerium habe die Zweisprachigkeit 1974 eingeführt (durch DECS Order No. 25, 1974), zur Entwicklung einer „Zweisprachigen Nation mit der Kompetenz im Umgang mit Englisch und Filipino.“

Diese Politik beauftragte das Lehren von Filipino als Schulfach in allen Altersstufen von der Elementary bis zur Hochschule. Daneben musste Filipino als Unterrichtssprache in folgenden Fächern verwendet werden: Social Studies (Sozial- / Gemeinschaftskunde), Character Education (Charaktererziehung), Values Education (Werteerziehung), Physical Education (Sport), Industrial Arts (Handwerken) und Home Economics (Hauswirtschaft). Er erwähnte, dass als Folge dieser Politik, das Erlernen der englischen Sprache gelitten habe und sich zurückbildete. Die Verwendung von Filipino als Unterrichtssprache in den genannten Fächern habe die Bedeutung Englisch zu lernen, eingeschränkt.

Wie im Gesetzentwurf vorgeschlagen, soll die Unterrichtssprache in allen Fächern gelehrt werden.

  1. Vorschule bis zur dritten Klasse
    Englisch und Filipino bzw. der jeweilige regionale Dialekt als Unterrichtssprache in allen Fächern
  2. vierte bis sechste Klasse
    Englisch und Filipino als Unterrichtssprache in allen Fächern
  3. ab siebter Klasse (ab der Highschool)
    nur noch Englisch.

Zusätzlich zum Unterricht soll der Umgang mit Englisch als Interaktionsprache in der Schule gefördert werden. Die Organisation von englischsprachigen Clubs (Arbeitsgruppen) wie Buchclubs, Redner- und Debattierclubs, Schreibclubs und die damit verbundenen Aktivitäten, werden gefördert. Den im Unterricht verwendeten Publikationen, sollen so weit als möglich, englischsprachige Priorität gegeben werden.

Der Gesetzentwurf verlangt auch Englisch als Sprache für alle staatliche Prüfungen und allen Aufnahmeprüfungen der öffentlichen Schulen sowie staatlichen Universitäten und Colleges. Darin können auch Fragen in Filipino enthalten sein, deren Bewertung aber nicht mehr als 10% der gesamten Punkte der Prüfung, umfassen sollen.

Quelle: Use of English as medium of instruction pushed

http://www.pia.gov.ph/?m=1&t=1&id=24086

 

Kommentar:

Eine Massnahme, wenn sie denn wirklich konsequent umgesetzt wird, dem Land und seinen Bewohnern internationale Arbeitsplätze beschert. Dafür wird man aber erst mal die Erzieher selbst weiterbilden müssen.

Ganz abgesehen von den „wichtigtuenden Höhergestellten“, die jeden Satz aus einem Gemisch von Tagalog und Englisch von sich geben, um ihrer „Bildung“ Ausdruck zu verleihen. Da kommen dann leider etwas Zweifel auf, ob der Gesetzentwurf umgesetzt wird. Dennoch ein sehr guter Ansatz, der Hoffnung weckt, dass die Lerninhalte auch irgendwann überprüft werden.