Azkals: Nach Myanmar, ist vor Palästina …

Vor dem Spiel gegen die Palästinenser

23. März 2011 – Die Azkals stehen vor dem heutigen Spiel gegen Palästina unter dem Druck „gewinnen zu müssen“ und Trainer Michael Weiss weiß, dass es nicht leicht werden wird. „Palästina wird sehr schwer zu schlagen sein.“ sagte er nach dem bitteren Unentschieden gegen Myanmar. Aber Weiss sagte auch, es gibt keinen Grund zu schmollen, da man genau so gut verlieren können hätte. „Wir hatten in der ersten Halbzeit viel Glück.“ Denn trotz einem halben Dutzend Torchancen, versäumte es Myanmar in den ersten 45 Minuten das Tor zu treffen. „Es hätte durchaus auch 2:0 oder 3:0 in der ersten Hälfte für Myanmar stehen können. Also werden wir das Unentschieden nehmen, wie es ist. Das Leben geht weiter.“

Da die Palästinenser ihr Eröffnungsspiel 2:0 gegen Bangladesh gewannen, wird das Spiel am heutigen Abend zu einer Vorentscheidung führen. Zumindest dürfen die Azkals es nicht verlieren. „Ein Sieg und ein Unentschieden in unseren letzten beiden Spielen, sollten uns reichen.“ meinte Torhüter Neil Etheridge, was den theoretischen Möglichkeiten entspricht.

Die Azkals spielten in der zweiten Hälfte gegen Myanmar gut und Team-Manager Dan Palami sagte, wenn sie dieses Niveau beibehalten könnten, dann sollte das Ziel kein Problem sein. „Wenn wir so spielen, werden wir die Gruppenphase überstehen!“ sagte Palami, in der Hoffnung, dass die Ankunft von Jerry Lucena, einem europäischen Mittelfeldspieler, es erleichtert. Palami räumte ein, dass das Spiel gegen Myanmar am nächsten Tag von den Azkals als ein gewonnenes Spiel angesehen wurde. „Wir könnten es gewonnen haben, aber so ist Fußball.“ sagte er.

Kurz vor Mitternacht nach dem Spiel, sahen sich die meisten Spieler die Aufzeichnung ihres Spiels nochmal an. Dan Palami hatte ein Video des Spiels gegen Myanmar erhalten. „Ich kann es immer noch nicht glauben!“ sagte Etheridge, der trotzdem die Meinung seines Trainers über die erste Hälfte teilt. „Wenn wir 2:0 aus der ersten Hälfte gegangen wären, dann wäre das Spiel entschieden gewesen. Zumindest haben wir die ersten Hälfte ohne Gegentreffer überstanden.“, sagte er.

Quelle: Against dangerous Palestinians: Wary Azkals chase crucial win

http://www.abs-cbnnews.com/sports/03/22/11/against-dangerous-palestinians-wary-azkals-chase-crucial-win

 

Studio 23 versucht nun nachträglich das Myanmar-Spiel zu übertragen

23. März 2011 – Studio 23 hat „angekündigt“, das Match der Azkals gegen Myanmar, am Mittwoch Abend (HEUTE) zu übertragen. In der offiziellen Facebook-Seite, sagte ABS-CBN Sport am Montag, das Auftaktspiel der Gruppenphase des AFC Challenge Cups, auf dem Free-TV-Kanal am Mittwoch um 22:15 Uhr zu zeigen. Eine Wiederholung des Spiels wird am Donnerstag Nachmittag um 15 Uhr ebenso auf Studio 23 gezeigt werden.

Allerdings betonte ABS-CBN Sport, dass die Ausstrahlung noch unter Vorbehalt stehe. Die Video-Qualität des Spiels sei erheblich schlechter, als sie von ‚Myanmar Radio and Television‘ (MRTV) erfasst wurde.

Myanmar, das seit 1962 durch eine Militärjunta regiert wird, pflegt sehr strenge Richtlinien für die Medien. Dies zeigte sich dadurch, dass MRTV, eine staatliche Rundfunkstation, welche mit der Übertragung des Wettbewerbs beauftragt wurde, von den übergeordneten Behörden keine Erlaubnis zur Live-Übertragung der Spiele via Satellit auf die Philippinen erteilte.

Quelle: Studio 23 to air delayed telecast of Azkals-Myanmar match

http://www.abs-cbnnews.com/sports/03/22/11/studio-23-air-delayed-telecast-azkals-myanmar-match

 

Meine Meinung dazu:

Solange der AFC solch Despoten mit der Ausführung eines solchen Turniers beauftragt und die somit sogar noch aufwertet, werden diese sicher ihr System nicht ändern. Der AFC täte gut daran, die Bedingung solcher Übertragungsrechte, an die Vergabe eines solchen Turniers zu knüpfen.

Allerdings frage ich mich ernsthaft, was für Ängste die Militärs zu solch lächerlichen Entscheidungen treibt … Immerhin ist das doch eine Erinnerung daran, dass die Krisenherde dieser Erde nicht nur auf Libyen, Nordkorea und Bahrain beschränkt sind! Dank an die Militärs, dass sie so der Welt zeigen, wo man mal ein Auge drauf werfen sollte.