Azkals: AFC Challenge Cup

AFC Challenge Cup

Laut Spielplan des AFC, finden die Gruppenspiele der Gruppen A, B und C des „AFC Challenge Cup“ zwischen dem 21. und dem 25.3. statt.

Gruppe A:
21 March 2011 15:30 Myanmar-Philippines (TV Studio23 17:00 Uhr – Live)
21 March 2011 18:00 Palästina-Bangladesh
23 March 2011 15:30 Philippines-Palästina (TV Studio23 22:30 Uhr – zeitversetzt)
23 March 2011 18:00 Bangladesh-Myanmar
25 March 2011 15:30 Bangladesh-Philippines (TV Studio23 22:30 Uhr – zeitversetzt)
25 March 2011 15:30 Myanmar-Palästina

Group B
Taiwan
Indien
Pakistan
Turkmenistan

Group C
Cambodia
Kirgistan
Malediven
Tadschikistan

Group D (Austragung laut AFC 7.-11.4.)
Nordkorea
Nepal
Sri Lanka
Bhutan / Afghanistan (Qualifikationsspiele finden am 23.+25.3. in Indien statt)

 

Der AFC

In Asien gibt es sehr große Unterschiede zwischen dem Entwicklungsstand der einzelnen Fußball-Nationen. Während in Ländern wie Japan, Südkorea oder Australien sowohl der Fußball, als auch die Organisationen dahinter sich auf hohem Niveau bewegen, kann man das in Ländern wie Afghanistan, Palästina oder Bangladesh noch nicht erwarten. Daher hat der AFC (die asiatische Fußball-Organistion, vergleichbar der UEFA in Europa) die 46 Mitgliedsländer in drei Gruppen, je nach Entwicklung des Landes eingeteilt. So ist es dann auch nicht so sehr verwunderlich, wenn dann falsche Informationen mal verbreitet werden oder andere Informationen gänzlich fehlen. In Ländern wo noch immer Menschen Hunger leiden, sind die Organisation des Fußballs eben nicht erste Priorität! Also sind wir froh, wenn wir Fußballspiele am Fernsehen zu schauen bekommen und hoffen, dass die Spielpläne nicht allzu kurzfristig durcheinander gewürfelt werden.

Die Top 15 der bereits „entwickelten“ Länder:

  • Australia
  • Bahrain
  • China
  • Iran
  • Iraq
  • Japan
  • North Korea
  • South Korea
  • Kuwait
  • Oman
  • Qatar
  • Saudi Arabia
  • Syria
  • Thailand
  • Uzbekistan

Die nächsten 14 der „Entwicklungsländer“:

  • Hong Kong
  • India
  • Indonesia
  • Jordan
  • Lebanon
  • Malaysia
  • Maldives
  • Myanmar
  • Singapore
  • Tajikistan
  • Turkmenistan
  • United Arab Emirates
  • Vietnam
  • Yemen

Die restlichen 17 mit sichtbaren „Versorgungslücken“, welche Zeit für die Entwicklung benötigen:

  • Afghanistan
  • Bangladesh
  • Bhutan
  • Brunei
  • Cambodia
  • Chinese Taipei
  • Guam
  • Kyrgyzstan
  • Laos
  • Macau
  • Mongolia
  • Nepal
  • Pakistan
  • Palestine
  • Philippines
  • Sri Lanka
  • Timor-Leste

Entwicklung des philippinischen Fußballs

Bezogen auf das „Fußball-Entwicklungsland“ Philippinen, kann man den Weg der bereits eingeschlagenen Entwicklung recht gut beobachten. Bislang war Fußball eher von untergeordneter Bedeutung in der öffentlichen Wahrnehmung. So sind die sportlichen Talente dann eher beim Basketball oder Volleyball zu suchen. Andererseits war das Zuschauerinteresse auch mangels Attraktivität bislang nicht existent! Hinzu kommt eine völlig inakzeptable Berichterstattung, die aufgrund ihrer fehlenden Kenntnisse, den Fußball aus dem Blickwinkel des Basketballs oder dem populären Boxen sieht und vergleicht. Nun scheint der Fußball aber von der Priorität schlagartig hoch katapultiert worden zu sein, da plötzlich der Staatspräsident sich damit identifiziert, im Senat zumindest ein Wunsch nach einem neuen Stadion eingereicht wird oder sich ganze Mädchenschwärme bilden, die einen Fußballer als Idol anhimmeln.

Das ist zunächst mal eine gute Entwicklung und dem neuen Trainer Weiss zu gönnen, dass er diese Unterstützung derzeit erhält. Andererseits ist gerade diese „noch nicht kompetente“ Unterstützung nicht ungefährlich, da sie eine nicht erfüllbare Erwartungshaltung auslöst. Bestes Beispiel ist die Niederlage gegen die Mongolei. Die Kommentare dazu tun fast zu weh, um sie zu übersetzen. Die Philippinen suchen verständlicherweise Helden und brauchen auch diese Gewinner. Dadurch ergibt sich ein großer Druck, der hier aufgebaut wird! Die kurzfristige Lösung heißt dann eben, Spieler die aufgrund der gesetzlichen Voraussetzung die Chance auf einen philippinischen Pass haben, zu rekrutieren. So setzt sich die Nationalelf aus einem recht großen Anteil an Halb-Amerikanern und Halb-Europäern zusammen. Dabei kann es dann schon mal passieren, dass ein philippinischer Nationalspieler weder eine philippinische Sprache noch Englisch spricht oder versteht. So wie z.B. der neue in Spanien geborene 1,88 Meter-Stürmer Aldeguer Guirado, der nur Spanisch spricht.

Bei aller Sympathie und Verständnis für diese kurzfristige Lösung, wird man aber um eine langfristige Wirkung zu erzielen, nicht um eine gezielte Jugendförderung herum kommen. Denn selbst wenn Michael Weiss sein Ziel erreicht, die philippinische Nationalelf unter die ersten 100 der FIFA-Weltrangliste zu führen, wird dieses Ziel alleine, eigentlich nicht all zu viel bewirken. Es sei denn der Funke der Begeisterung springt auf die Kinder über, die dann auch in der Schule gefördert werden sollten. Oder zumindest statt so wie heute an jeder Ecke Basketball, zumindest dann Straßenfußball spielen. Aber bislang gibt es hierfür weder Platz im Stundenplan, noch Interesse bei den Kindern oder den Eltern. Da gibt es noch sehr viel zu tun, nicht nur für Michael Weiss …