Gewaltspirale 2

„Die Aufarbeitung dieses Falls ist der Lackmustest, wie ernst es dem neuen philippinischen Präsidenten Aquino mit der Verfolgung von Menschenrechtsverletzungen ist“, sagte Jochen Range, Philippinenexperte von Amnesty International in Deutschland.

http://www.amnesty.de/2010/11/25/massaker-von-maguindanao-offenbart-schwaechen-der-philippinischen-justizZur Aussage von Amnesty International, folgender Zwischenstand:

Der philippinische Präsident Aquino hatte in seiner Antrittsrede 2010 die Gründung einer „Truth Commission“ (Wahrheitsfindungskommission) angekündigt. Diese sollte die Verfehlungen der Regierung Arroyo aufzeigen, u.a. Korruption, Morde, Bestechung und Geldverschwendung. Das Motto dabei „Ohne Korruption – keine Armut“, fand bereits zu Wahlkampfzeiten breiten Anklang in der Bevölkerung.

Aber gegen diese geplante Kommission wurde Verfassungsbeschwerde eingelegt, da diese nur gegen die ehemalige Regierung Arroyo gerichtet sei. Daher erklärte der Oberste Gerichtshof die Kommission als „verfassungswidrig“. Zwar hat die Regierung gegen die Entscheidung Widerspruch eingelegt, diese hat aber nahezu keine Aussicht auf Erfolg, da von den 15 der obersten Richter, 14 von der ehemaligen Präsidentin Arroyo ernannt wurden …

Auf die weitere Entwicklung darf man gespannt sein.

 

Der erste Teil der „Gewaltspirale“ ist eine Zusammenfassung verschiedener Quellen:

Andal Ampatuan senior regiert die Provinz seit 2001 als Gouverneur und war bis zu dem Massaker vor knapp zwei Wochen ein Verbündeter von Präsidentin Arroyo.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,665390,00.html

Die Ampatuans waren bislang eng mit Präsidentin Arroyo verbündet. Sie hat sich inzwischen von dem Clan distanziert.
http://www.n-tv.de/politik/Regierung-verhaengt-Kriegsrecht-article626923.html

Andal Ampatuan Jr. soll das Massaker geplant und mit etwa 100 bewaffneten Männern ausgeführt haben. Bei dem Massaker waren am 23. November mindestens 57 Menschen teilweise schwer misshandelt und anschließend regelrecht hingerichtet worden. Zu den Todesopfern zählen 27 Journalisten und mindestens 22 Frauen.
http://www.focus.de/panorama/vermischtes/philippinen-arroyo-verhaengt-kriegsrecht-in-der-provinz-maguindanao_aid_460392.html

Auf den Philippinen kommen immer mehr Gräueltaten des Ampatuan-Clans ans Licht. In ihrer achtjährigen Herrschaft soll die militante Gruppe mehr als 250 Menschen umgebracht haben. Teilweise wurden die Opfer lebendig begraben oder mit der Kettensäge zerteilt.
http://www.stern.de/panorama/massaker-auf-den-philippinen-clan-soll-mehr-als-250-menschen-getoetet-haben-1528168.html

Andal Ampatuan junior soll für den Tod von 58 Männern und Frauen verantwortlich sein. Der Vater von acht Kindern, 33 Jahre alt, ist ein kleiner fetter Mann mit aufgedunsenem Gesicht, ehemaliger Bürgermeister des Städtchens Datu Unsay in der Provinz Maguindanao im Süden der Philippinen. Er gähnt, während der Ankläger die Vorwürfe gegen ihn verliest, und zeigt den Presseleuten den Mittelfinger.
http://www.welt.de/politik/ausland/article11147349/Die-Monster-des-Massakers-von-Maguindanao.html

Weitere, auch englischsprachige Quellen:
Google + Suchbegriffe (maguindanao ampatuan arroyo …)

(Fortsetzung folgt)