EPC 1

Preisfrage: Was ist ein EPC? Wie, noch nie gehört?

Hier mal ein paar Vorschläge zum Warmlaufen und zur Beflügelung der Phantasie:

  1. „Earnings Per Click“
    (für alle, die auf der Suche nach funktionierenden Geschäftsideen sind) oder
  2. „Electronic Parts Catalog“
    (für die Fortgeschrittenen, denen ein ERP trotz CRM-Extension zu wenig ist) oder
  3. „European Paralympic Committee“
    (die sportliche Alternative, trotz Handicap!) oder wer nun ganz verwirrt ist
  4. die Trivialversion „Erster Pferde Chor“
    (den ich völlig unkommentiert lasse!)

Alles Humbug? Na, dann wartet es lieber mal ab!

Während meiner Deutschlandtour im letzten Sommer, hatte ich neben einigen Besuchen, auch einigen Verpflichtungen nach zu gehen. Ein Freund bot mir hierfür sein Auto an und so kam es, dass ich gerade unterwegs war auf der Rückreise von Köln nach Karlsruhe. Es war glühend heiß, ich etwas genervt und heilfroh über das Wunder der Technik, in Form einer Klima-Automatik im Auto. Die Sommerglut hatte ich nun fast geschafft, denn ich befinde mich bereits auf dem vorletzten Abschnitt der A65. Gerade als ich mit dem geliehenen C-Klasse Benz eine LKW-Kolonne mit ca. 150 km/h überhole, lässt es einen Schlag und der Benz macht einen „Mega-Rucker“!„Wat ’n dat?“ schießt es mir durch den Kopf. Ich schaue aufs Armaturenbrett – „EPC“ leuchtet es mir in greller oranger Farbe entgegen. Aha! Während mein Gehirn arbeitet, ehrlich – das tat es wirklich, trotz Sommerhitze – da ich EPC noch nie in meinem Leben gekostet oder getroffen habe und überhaupt nicht weiß wie ich ein „E-P-C“ einsortieren könnte, unterstützt mein rechter Fuß die Denkarbeit. Zu deutsch: Gasgeben! Und zwar was so ein Fuß eben hergibt! Aber das war wohl ein typischer Fall von „Denkste!“ in Kombination mit „Rechnung ohne den Wirt!“ Denn da war gar nix! Tote Hose am Gaspedal! Rollendes Schweigen und das bereits auf 130 km/h reduziert und es wird immer langsamer …

Wahrscheinlich sah ich so dämlich aus, wie ich überrascht war! Nur gelernte Schauspieler behalten in so einer Situation die Fassung oder eben noch nicht einmal die. Denn jetzt war klar: Motor ist aus – C-Klasse rollt immer langsamer – rechts zieht die gerade überholte LKW-Kolonne wieder an mir vorbei – hinter mir kommt die Lichthupe näher! Shit! – Help!! – Tillt!!! Wo ist das Warndreieck, quatsch – äh, Warnblinker? Oh Mann, da steigst Du in ein Auto, weißt gerade mal wo Licht und Scheibenwischer sitzen, ansonsten lediglich Gas und Bremsen. Aber Warnblinkdingens – wer braucht schon so ein Mist? Na dann probieren wir’s mal mit dem roten Dreieck in der Mitte – Hallelujah! Grad noch mal gerettet.

Doch wie weiß jetzt der LKW-Fahrer, dass ich auf die Standspur muss? Denn ich befinde mich ja immer noch ganz links und rechts neben mir befindet sich Stoßstange an Stoßstange die LKW-Kolonne. Panik wäre jetzt sicher angebracht – ja sogar plausibel erklärbar, aber fürs Ergebnis gar nicht gut! Also während ich immer langsamer werde und hoffe eine ausreichend große Lücke zwischen den LKW’s zu finden, da zieh ich auch schon zwischen die LKW’s rein – nein, den Mindestabstand kenne ich nicht, der zum nächsten Fahrzeug einzuhalten ist bei Tempo 100! War mir in diesem Augenblick aber auch ziemlich egal. Aber wenn wir schon dabei sind, denke ich mir unter kräftigem Hupen und Lichthupe des LKW’s der sich ganz unverschämt mir auf die Stoßstange klemmt, dann weiche ich doch besser gleich ganz nach rechts, auf die Standspur.

Gut, ich gebe es ungern zu, aber normalerweise wäre es nicht nachteilig gewesen, zumindest zu schauen, ob von hinten was kommt oder vorne was auf mich lauert. Das hätte aber gläserne LKW’s vorausgesetzt. Und nun reicht’s zeitlich ja nicht mal mehr für ein Stoßgebet, denn hinter mir küsst bereits die Lichthupe mein Nummernschild! Und Gas geben ist auch nicht mehr, denn der Motor war definitiv tot! Also Augen zu und rechts …

(Fortsetzung folgt)